Fall Sanader: Ehefrau sieht Menschenrechte verletzt

Die Ehefrau des in Salzburg inhaftierten kroatischen Ex-Premiers Ivo Sanader, Mirjana Sanader, hat beim kroatischen Helsinki-Komitee für Menschenrechte (HHO) Beschwerde eingereicht.
Sie wirft Medien, Behörden, aber auch der zur UniCredit-Gruppe gehörenden “Zagrebacka Banka” vor, ihre Menschenrechte sowie jene ihrer Familie zu missachten, berichtete das Helsinki-Komitee der Nachrichtenagentur Hina.

Seit dem 4. Dezember des Vorjahres habe die Bank ihr Gehalt nicht ausgezahlt, heißt es in dem Schreiben. Auch hätten die Behörden die Ermittlungen gegen ihren Mann nicht geheim gehalten, was vorgeschrieben sei. Laut Sanaders Anwälten erhielt die Archäologieprofessorin Mirjana Sanader schon seit zwei Monaten kein Gehalt ausbezahlt, weil auf Antrag der Justiz alle Bankkonten der Familie Sanader blockiert wurden. Mirjana Sanader musste ein neues Konto eröffnen, auf welches ihr Gehalt überwiesen worden sei, so ein Anwalt zur Hina. Das Komitee will nun den Vorwürfen nachgehen und die Medien informieren.

Der kroatische Ex-Premier Sanader sitzt seit Dezember in österreichischer Auslieferungshaft, nachdem er sich seiner Festnahme in Kroatien durch eine Ausreise entzogen hatte. Sanader wird vorgeworfen, das kroatische Budget um sechs Millionen Euro geschädigt zu haben. Über Tarnfirmen sollen Staatsgelder an Sanaders Kroatische DemokratischeGemeinschaft (HDZ) geflossen sein. Gegen Sanader wird derzeit auch in Österreich wegen Geldwäscheverdachts ermittelt.

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