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Fall Lindh: Verdächtiger gesteht Mord

Der Mordfall Anna Lindh ist geklärt. Knapp vier Monate nach der Ermordung der schwedischen Aussenministerin hat der 25-jährige Mijailo Mijailovic die Tat gestanden.

Wie sein Anwalt am Mittwoch mitteilte, bekannte sich der Sohn serbischer Einwanderer bei einem rund einstündigen Verhör am Dienstag erstmals zu dem Anschlag. Nach Medienangaben soll er eine detaillierte Schilderung der Geschehnisse vom 10. September 2003 abgeliefert haben.

Mijailovic hatte die 46-jährige Lindh mit einem Messer in einem Stockholmer Kaufhaus niedergestochen. Die Aussenministerin war ohne Leibwächter unterwegs.

Zweieinhalb Wochen nach dem Attentat wurde Mijailovic auf Grund von Zeugenaussagen und Videoaufnahmen durch Überwachungskameras des Kaufhauses festgenommen.

Zunächst beteuerte er seine Unschuld. Trotzdem galt die Täterschaft des psychisch gestörten Mijailovic schon bisher als weitgehend sicher. So verfügt die Staatsanwaltschaft über DNA- Spuren des einzigen Verdächtigen an dem Jagdmesser, das als Tatwaffe gefunden wurde.

Das Geständnis ermöglicht den Ermittlern laut Polizeiangaben, bereits Anfang nächster Woche eine Anklageschrift gegen den 25-Jährigen einzureichen.

Zu den Motiven des Täters machte der Anwalt keine Angaben. Stockholmer Zeitungen berichteten aber, Mijailovic habe gegenüber Freunden Hass auf Lindh als Motiv genannt. Die sozialdemokratische Politikerin hatte während des Kosovo-Kriegs die Bombardierung serbischer Ziele durch die NATO unterstützt.

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