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Fall Cain: Korruptionsstaatsanwaltschaft stellte Verfahren ein

Feldkirch - Die Wirtschafts- und Korruptionsstaatsanwaltschaft hat die im Fall Cain gegen die Staatsanwaltschaft Feldkirch, die Jugendwohlfahrt und gegen die Polizei eingeleiteten Verfahren eingestellt.
Landtag arbeitet an Verbesserungen
Erfolglose Gutachterbeschwerde
Die Behörden waren vom BZÖ und vom Tiroler Kinderschutzverein Luca angezeigt worden, weil diese Hinweise nicht ausreichend verfolgt und die Lage falsch beurteilt hätten. Sie vermuteten Amtsmissbrauch und unterlassene Hilfeleistung. Die Prüfung habe aber keine strafrechtlich relevanten Tatbestände erbracht, bestätigte Staatsanwaltschaftssprecher Martin Ulrich Berichte in Vorarlberger Medien.

Die Ermittlungen hätten acht Monate gedauert, so Ulrich. Man habe sich mit zahlreichen Akten der in den Fall involvierten Stellen befasst, diese geprüft und auch Einvernahmen durchgeführt. Hinsichtlich des Vorwurfs des Amtsmissbrauchs habe man jedoch keinen wissentlichen Befugnismissbrauch feststellen können. Bezüglich der Anzeige wegen des Quälens oder Vernachlässigens unmündiger, jüngerer oder wehrloser Personen hätte sich ebenfalls kein Verdacht ergeben, erklärte der Sprecher. Die Behörden hätten aufgrund der vorliegenden Informationen keine Gefahr für das Kind erkennen können.

Der dreijährige Cain war am 8. Jänner 2011 in einer Bregenzer Wohnung tot aufgefunden worden, nachdem der Lebensgefährte der Mutter (26) die Rettung alarmiert hatte. Das Kind soll von dem Mann zu Tode geprügelt worden sein.

Die Staatsanwaltschaft Feldkirch ermittelt weiter wegen Mordes gegen den Tatverdächtigen. Noch fehlt etwa ein psychiatrisches Gutachten, das klären soll, ob der 26-Jährige zum Tatzeitpunkt zurechnungsfähig war und ob die Voraussetzungen für eine Einweisung in eine Anstalt für geistig abnorme Rechtsbrecher vorliegen. Die Expertise wird von Gerichtspsychiater Reinhard Haller erstellt, gegen dessen Einsatz sich der Pflichtverteidiger des Beschuldigten, Edgar Veith, mit einer Beschwerde erfolglos wehrte. Er lehne Haller ab, weil dieser bereits öffentlich von Mord gesprochen habe, argumentierte Veith.

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