Fall Cain: Korruptionsstaatsanwaltschaft muss Jugendwohlfahrt prüfen

Bregenz - Nach der Anzeige des Tiroler Luca-Kinderschutzvereins im Fall Cain wird sich die Korruptionsstaatsanwaltschaft mit den Vorwürfen gegen die Jugendwohlfahrt beschäftigen.

“Die Anzeige des Kinderschutzvereins ist bei uns eingelangt”, bestätigte Heinz Rusch, Pressesprecher der Staatsanwaltschaft Feldkirch, am Freitag. Nachdem in dem Schreiben von Kinderschutzverein-Obmann Bernhard Haaser aber der Verdacht auf Amtsmissbrauch geäußert werde, müsse die Korruptionsstaatsanwaltschaft die Erhebungen führen, so Rusch.

Haaser, Vater des 2007 infolge von Misshandlungen gestorbenen Luca, hatte die Anzeige am Mittwoch an die Staatsanwaltschaft und an Medien verschickt. Er vermutet bei der Behörde unterlassene Hilfeleistung bzw. Amtsmissbrauch. “Es ist abermals zu befürchten, dass zuständiges Jugendamt und Behörde versuchen, sich aus der Affäre zu ziehen”, sagt Haaser in seiner Mitteilung an die Medien.

Ebenfalls eine Anzeige gegen die Jugendwohlfahrt kündigte am Freitag das BZÖ an. Die Behörde habe im Fall des dreijährigen Cain versagt, stellte Nationalratsabgeordneter Christoph Hagen in einer Aussendung fest. “Das laxe Handeln der Jugendwohlfahrt hat zum Tod eines Kindes geführt. Dafür muss auch die Verantwortung getragen werden”, so Hagen. Der dreijährige Cain soll am vergangenen Samstagabend vom 26-jährigen Freund seiner Mutter zu Tode geprügelt worden sein.

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