Fahrtauglichkeitstests müssen her

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Starker Anstieg der Zahl der getöteten Pkw-Lenker über 65 Jahre in Österreich: Laut einer Untersuchung des Verkehrsclubs Österreich kamen im Vorjahr um fast ein Drittel mehr Senioren beim Autofahren ums Leben als im Jahr 2000.

Insgesamt sei die Zahl der tödlich verunglückten Pkw-Lenker im gleichen Zeitraum um neun Prozent zurückgegangen. Der VCÖ forderte am Montag in einer Aussendung die Einführung von regelmäßigen Fahrtauglichkeitsprüfungen ab dem 65. Lebensjahr.

Entwicklung ist Besorgnis erregend

Die Verkehrspolitik dürfe auf die Senioren nicht vergessen, so VCÖ-Experte Martin Blum. Es müsse für den Schutz der älteren Menschen im Straßenverkehr mehr getan werden. „Die Entwicklung der Unfallzahlen bei der Altersgruppe ab 65 ist Besorgnis erregend“, stellte Blum fest. Bereits jeder siebente Autofahrer, der bei einem Verkehrsunfall ums Leben kommt, sei in dieser Altersgruppe.

Regelmäßige Fahrtauglichkeitsprüfung muss her

Der VCÖ forderte eine Führerscheinreform, in der eine regelmäßige Fahrtauglichkeitsüberprüfung ab dem 65. Lebensjahr verankert wird. „Beim Gesundheitscheck soll alle fünf Jahre überprüft werden, ob das Seh- und Hörvermögen sowie die Reaktionsschnelligkeit für das sichere Autofahren ausreichen“, erklärte Blum. Der VCÖ will zudem eine Verbesserung des öffentlichen Verkehrs. „Vor allem am Land braucht es mehr Bus- und Bahnverbindungen, damit ältere Menschen mobil sein können“, so der Experte.

Der VCÖ betonte in der Aussendung, dass ältere Menschen nicht schlechtere Autofahrer seien. Im Gegenteil, durch langjährige Erfahrung sowie durch nüchterne und vorsichtigere Fahrweise würden Senioren deutlich weniger Unfälle als die größte Risikogruppe der 18 bis 24-Jährigen verursachen.

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