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Fahrraddiebe im Visier: Hunderte Sicherstellungen jährlich auf der A4

Fahrraddiebe im Visier der Beamten.
Fahrraddiebe im Visier der Beamten. ©APA
Mehrere Fahrraddiebe haben Polizisten bei Kontrollen in den vergangenen Tagen auf der Ostautobahn (A4) im Burgenland aus dem Verkehr gezogen. Bei weitem kein Einzelfall: Allein im Vorjahr wurden 350 bis 400 Fahrräder sichergestellt, so der Leiter der Polizeiinspektion Nickelsdorf AGM, Josef Kinzel.

Auch heuer werde man diese Zahl wohl erreichen, meinte der Chefinspektor. Die Täter seien meist organisiert.

Im Vorjahr etwa habe es im Winter ganz stark das Phänomen gegeben, dass Räder bei Kellereinbrüchen in Wien verschwanden. “Die Geschädigten haben noch gar nicht gewusst, dass ihnen die Räder gestohlen worden sind, weil sie sie nicht verwendet haben”, erzählte Kinzel.

Fahrräder auf Bahnhöfen gestohlen

Eine andere Gruppe hatte Fahrräder auf Bahnhöfen in Salzburg gestohlen: “Die haben auch Bolzenschneider mitgeführt und haben die Ketten aufgeschnitten.”

Banden würden immer Kastenwagen benützen. Das Diebesgut befindet sich im Laderaum: “Wenn sie zu uns zur Kontrolle kommen, sind die Räder vorne und das Gerümpel ist hinten”, so der Chefinspektor. Die Drahtesel sind gut versteckt und kommen – oftmals zerlegt und in Taschen verstaut – hinter alten Reifen, Möbeln oder Matratzen zum Vorschein.

“Wir haben das Recht, auf Transitstraßen in den Kastenwagen Nachschau zu halten”, erläuterte Kinzel. Viele Täter würden die Rückreise mit dem Diebesgut in den Morgenstunden antreten.

Hunderte Diebstähle

Auch dicke Fische gingen den Beamten schon ins Netz: Im Vorjahr wurden im Burgenland Verdächtige festgenommen, die in Augsburg Räder gestohlen hatten. “Die Kollegen in Deutschland haben durch unsere Aufgriffe 250 Fahrraddiebstähle klären können”, erzählte der Kommandant. Vor wenigen Tagen fassten die Gesetzeshüter drei Serben mit heißer Ware.

Einer von ihnen gab den Diebstahl von 120 Fahrrädern in Österreich und Deutschland zu, die sie in 20 Fahrten in ihre Heimat gebracht hätten.

Oftmals Eigentümer nicht mehr feststellbar

Die Beamten bekämen bei ihren Kontrollen oft zu hören, dass die Räder auf Flohmärkten gekauft wurden. Besteht der Verdacht, dass es sich um Diebesgut handelt, wird nach Hinweisen auf einen Besitzer gesucht. Solche lassen sich meist auch finden, schilderte Kinzel. Dann wird recherchiert, wobei das Internet eine große Hilfe sei.

Hilfreich für die Feststellung der Eigentümer seien auch Codierungen. Rund 20 bis 30 Prozent der sichergestellten Drahtesel bleiben, weil der Eigentümer nicht mehr feststellbar ist, in Polizeiverwahrung und werden vom Gericht versteigert.

(APA)

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