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Factbox: Klimakonferenz auf Indonesien

Bei der Klimakonferenz auf Bali, die heute, Freitag, in ihre letzte Runde gegangen ist, soll der Grundstein für ein Folgeabkommen des 1997 beschlossenen Kyoto-Protokolls gelegt werden. Die wichtigsten Diskussionspunkte sind folgende:

„Roadmap“: Bei der Klimakonferenz in Kopenhagen 2009 will die UNO ein Nachfolgeabkommen für das Kyoto-Klimaprotokoll beschließen. Ziel für die heurige Klimakonferenz auf Bali war, dafür einen konkreten Fahrplan festzulegen – zumindest der Startschuss für die „Roadmap“ sollte in Bali fallen. Die Details werden in unzähligen Arbeitsgruppen behandelt, die die zahlreichen Kapitel in den kommenden zwei Jahren vorbereiten sollen. Dabei sollen auch Länder wie USA, China oder Indien stark einbezogen werden.

Reduktionsrahmen: In ein Verhandlungsmandat für ein Folgeabkommen für das Kyoto-Protokoll trat vor allem die EU dafür ein, einen konkreten Rahmen für Reduktionen der Industriestaaten bis 2020 festlegen. Den Empfehlungen der UNO-Wissenschafter (IPCC) folgend, soll dieser 25 bis 40 Prozent betragen, wie dies auch in der Vorbereitungsrunde in Wien vereinbart wurde. Innerhalb dieser Bandbreite kann nach Ansicht der Wissenschaft die Erderwärmung unter dem kritischen Anstieg von zwei Grad Celsius gehalten werden.

Adaptionsfonds: Ein konkretes Ergebnis der Bali-Konferenz ist ein 500 Mio. Dollar Fonds, der für Anpassungsmaßnahmen in ärmeren Ländern ausgegeben wird. Gespeist wird der Fonds aus einer zweiprozentigen Abgabe der so genannten Clean Development Mechanism (CDM)-Geschäfte. Je mehr dieser Projekte abgewickelt werden, desto mehr Gelder fließen.

Technologietransfer: Die Entwicklungsländer fordern Unterstützung bei der Einführung grüner Technologien. Auf dem Tisch lag die Forderung an die Industriestaaten, Patente zu kaufen und ärmeren Ländern zur Verfügung zu stellen. Nach Widerstand unter anderem von der EU wurden jetzt „strategische Prognosen“ für die Zukunft festgelegt. Genaueres muss noch ausgearbeitet werden.

Treffen der größten Emittenten: Die USA weigerten sich bisher, ein weltweites Abkommen zum Klimaschutz zu unterzeichnen und plädierten für Maßnahmen der weltweit größten CO2-Emittenten. Die USA wollen abseits der UNO mit diesen „Big Emitters“ bis Ende 2008 langfristige Maßnahmen beschließen, wobei die Art der Umsetzung den Ländern offen stehen soll. Das erste Treffen fand im Herbst in Washington statt. Die nächste Runde soll Ende Jänner in Honolulu über die Bühne gehen.

Clean Development Mechanism: Reiche Staaten, die in Entwicklungsländern klimafreundliche Investments tätigen, können diese auf ihrer Kyoto-CO2-Bilanz abschreiben. Beispiele wären etwa Windparks in China oder Müllverbrennungsanlagen, bei denen Methan abgesaugt wird. Gleiches funktioniert mit Transformationsländern über den JI (Joint Implementation)-Mechanismus.

Kyoto-Protokoll: Das erste völkerrechtlich verbindliche Abkommen über ein internationales Klimaziel verpflichtet seine Unterzeichnerstaaten, ihre Emissionen im Durchschnitt der Jahre 2008 bis 2012 um acht Prozent gegenüber 1990 zu verringern.

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