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F: Terminaleinsturz deutete sich an

Der Teileinsturz des Pariser Flughafenterminals 2E mit vier Todesopfern hat sich nach Presseinformationen schon Wochen vorher angekündigt.

Rohre seien gebrochen und Teilchen von der Decke gerieselt. „Mit Abstand sieht man deutlich, dass das Gebäude sich in den letzten Wochen bewegt hat“, sagte ein Gewerkschafter der Zeitung „Le Parisien“ (Mittwochausgabe).

Bereits vor zwei Monaten gab es dem Bericht zufolge unterhalb des am Sonntag eingeknickten Hallenteils zwei bedeutende Wassereinbrüche. Im Abstand mehrerer Tage seien Rohre geborsten. „Wir hatten den ganzen Tag und einen Teil der Nacht gepumpt“, berichtete ein Mitarbeiter dem „Parisien“. „Seitdem hat man den Eindruck, dass das Gebäude arbeitet.“ Staub und Zementteilchen seien von der Decke gerieselt. „Wir haben das mehrfach gemeldet“, sagte der Zeuge unter dem Vorbehalt der Anonymität.

Seit dem Unglück sind 5.000 Mitarbeiter des Flughafens auf Kurzarbeit gesetzt. Bis die Unglücksursache ermittelt ist, dürften noch Monate vergehen. Eine Vermutung richtet sich auf die Schwächung der Betonhülle durch drei Laufbrücken, die dort zusammenlaufen. Auch eine falsche Konzeption der tragenden Säulen im Unterboden oder eine Unterschätzung der Erschütterungen durch den Verkehr werden für möglich gehalten. Der verantwortliche Architekt Paul Andreu warnte vor voreiligen Schlüssen.

Dass nur vier Menschen bei dem Unglück den Tod fanden, ist dem Eingreifen von drei Polizisten zu verdanken. Sie hatten Anzeichen für ein Nachgeben der Struktur bemerkt und rechtzeitig mehr als 80 Fluggäste aus dem Gefahrenbereich geholt. Das elegante Terminal 2E war erst im Juni 2003 in Betrieb genommen worden.

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