Explosionen vor französischer Botschaft

Vor der französischen Botschaft in der Elfenbeinküste ist es am Sonntag zu schweren Ausschreitungen von Demonstranten gekommen.

Die anti-französischen Ausschreitungen in der westafrikanischen Republik Cote d’Ivoire haben sich am Sonntag zugespitzt. Teile der französischen Botschaft in der Wirtschaftsmetropole Abidjan gingen in Flammen auf, während Zehntausende vor dem Gelände demonstrierten. Präsident Laurent Gbabgo rief seine Landsleute zur Ruhe auf. Der französische Staatschef Jacques Chirac forderte Gbabgo auf, in Abidjan die Ordnung wiederherzustellen.

Frankreichs Außenminister Dominique de Villepin sagte am zweiten Tag des Friedensgipfels in Paris, dass die in Elfenbeinküste lebenden Franzosen „geschützt“ werden müssen. Die Regierung sei deshalb mit den Behörden vor Ort in Kontakt.

Bereits in der Nacht hatten Hunderte von Menschen gegen ein Friedensabkommen protestiert, das am Samstag unter Vermittlung Frankreichs zustande gekommen war. Gbagbo hatte auf dem Gipfel in Paris einer Machtteilung mit den Rebellen zugestimmt, um den seit vier Monaten anhaltenden Bürgerkrieg in seinem Land zu beenden.

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