Ex-FPÖ-Angestellte sollen nun bei der AfD arbeiten

Die Informationen wurden am Rande des Besuches von FPÖ-Klubobmann Herbert Kickl in Berlin publik.
Die Informationen wurden am Rande des Besuches von FPÖ-Klubobmann Herbert Kickl in Berlin publik. ©APA/dpa/Carsten Koall
Nach Ende der türkis-blauen Koalition sollen mehrere ehemalige Mitarbeiter der FPÖ zur AfD in Deutschland wechseln.

Mehrere ehemalige Mitarbeiter der FPÖ sollen nach dem Ende der türkis-blauen Koalition nach Berlin gewechselt und nun für die AfD-Fraktion im Deutschen Bundestag tätig sein. Das berichtete "Die Presse" (online) am Dienstagabend unter Berufung auf "AfD-Parteigänger".

FPÖ-Mitarbeiter wechseln zur AfD

Demnach wechselten mehrere Freiheitliche nach dem Kollaps der ÖVP-FPÖ-Regierung als Mitarbeiter in die AfD-Bundestagsfraktion in Berlin, wie die "Presse" am Rande des Besuches von FPÖ-Klubobmann Herbert Kickl in Berlin berichtete. Aus der FPÖ gab es dazu vorerst keine Informationen.

Die genau Zahl der Neuankömmlinge aus Wien sei vorerst nur zu schätzen, so der "Presse"-Bericht. Es sollen bis zu zehn Personen sein. Als Quelle werden zwei "AfD-Parteigänger mit Einblick" angeführt, die unabhängig voneinander diese Information gegeben hätten.

Zu den neuen AfD-Angestellten soll demnach ein Kabinettsmitarbeiter im damals FPÖ-geführten Sozialministerium zählen, der nun für einen AfD-Mandatar arbeitet. Alice Weidel, Co-Vorsitzende der AfD-Fraktion neben Alexander Gauland, beschäftige schon längere Zeit (bereits vor dem türkis-blauen Koalitions-Ende) einen deutschen Pressesprecher, der zuvor für FPÖ-Politiker gesprochen habe.

AfD empfinde Neuzugänge als Glücksfall

Die AfD habe den Informanten zufolge die arbeitslos gewordenen FPÖ-Mitarbeiter zwar nicht aktiv umworben, empfinde aber die Neuzugänge dennoch als Glücksfall, da die AfD seit dem Einzug in den Bundestag Probleme hat, Personal für die Mandatsträger zu rekrutieren.

(APA/Red)

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