Evangelische Kirche für Deserteursdenkmal

Genau hier soll das umstrittene Deserteursdenkmal errichtet werden
Genau hier soll das umstrittene Deserteursdenkmal errichtet werden ©APA
Den Tag der Befreiung am 8. Mai hat der Evangelische Oberkirchenrat in Österreich genutzt, eine Erklärung für das geplante Deserteursdenkmal auszusprechen.
Deserteursdenkmal am Heldenplatz
Kommt das Denkmal?

Im Wortlaut heißt es darin: “Die Evangelische Kirche Österreichs nimmt Teil an dem gemeinsamen Erinnern und Gedenken an die Befreiung von der Zwangsherrschaft der Hitler-Diktatur im Jahr 1945. Wir denken dabei zuerst an die Opfer des Holocaust und an alle, die unter Diktatur und Krieg zu leiden hatten. Gegen ein falsch verstandenes und einseitiges “Heldengedenken” rufen wir die Erinnerung an all jene wach, denen bislang kein mahnendes Gedenken gilt. Daher sprechen wir uns mit Nachdruck für die Errichtung eines Denkmals für die Wehrdienstverweigerer, Deserteure und Widerstandskämpfer/innen aus, die sich dem Mittun in einem verbrecherischen Krieg entzogen bzw. aktiven Widerstand geleistet haben.”

Deserteursdenkmal gegen Hass

“In vielen evangelischen Kirchen wird durch Gedenktafeln der Gefallenen der beiden Weltkriege gedacht. Wir rufen die evangelischen Pfarrgemeinden dazu auf, in geeigneter Form auch aller Opfer von Krieg und Nazidiktatur zu gedenken. Nach christlichem Verständnis dient das Gedenken dazu, einen Beitrag für das Zusammenleben in Frieden und Gerechtigkeit für die Zukunft zu leisten. Daher treten wir entschlossen gegen jede Form von Rassismus, Antisemitismus und Ausländerfeindlichkeit auf und setzen uns für eine Gesellschaft ein, die durch Zusammenhalt und Solidarität gekennzeichnet ist”, so der kirchenführende Rat. (APA)

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