Evaluierungsstudie-Reaktionen

SPÖ-Kultursprecherin Muttonen &copy Petra Spiola
SPÖ-Kultursprecherin Muttonen &copy Petra Spiola
Als „enttäuschend“ (SPÖ) und „Mummenschanz“ (Grüne) bezeichnete die Opposition die Ergebnisse der am Montag präsentierten Evaluierungsstudie für die Bundesmuseen - SPÖ: „An Kernfragen vorbeigeprüft“.

„Ein Gesamtkonzept für die österreichische Museumslandschaft ist nach wie vor nicht erkennbar“, so SPÖ-Kultursprecherin Christine Muttonen in einer Aussendung. „Die Evaluierung geht an den Kernfragen völlig vorbei“. Auch der Grüne Kultursprecher Wolfgang Zinggl meint: „Die gesamte Studie ist eine Lachnummer.“

Die in der „Werbebroschüre“ (so Zinggl zur Studie) angeführten Defizite kennen „wir auch ohne 100.000 Euro-Studie längst“, so Zinggl. Bildungsministerin Elisabeth Gehrer (V) habe “über ihre unprofessionelle Ausgliederung ein parfumdurchtränktes Tuch geworfen. Ob es den Duft lange halten wird können, werden wir bald riechen“, so Zinggl. „Wie eine Antwort des stalinistischen Radio Eriwan auf die Frage, was könnten wir aus den Fehlern der Museumspolitik in der Vergangenheit lernen, kommt der Reflex des Ministeriums ’Die Museumsdirektoren haben uns keine Fehler gemeldet, also kann es keine geben’“. Man müsse den „lobhudelnden Überbau“ beiseite lassen, um in der „Jubelschrift“ dann doch Kritik zu erkennen.

Muttonen meinte, an „brennenden Fragen“ – etwa Überschneidungen zwischen den einzelnen Museen – sei „elegant vorbei untersucht worden“. Die Evaluierung, von der eine Gesamtstudie zur Museumslandschaft in Österreich zu erwarten gewesen wäre, sei „eine Befundung der einzelnen Häuser nach sehr subjektiven Kriterien ohne vernetzende Gesamtschau“. Nicht untersucht worden sei, „wie die einzelnen Häuser zusammenspielen, wo Abgrenzungen und Konkurrenzen bestehen und wie damit künftig umzugehen ist.“

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