Europawahlen in 19 EU-Staaten

Stimmungstest für Deutschland
Stimmungstest für Deutschland ©APA (dpa)
Mit Abstimmungen in insgesamt 19 der 27 EU-Staaten hat am Sonntag der letzte Tag der Wahlen zum Europaparlament begonnen.

Unter den Staaten, in denen gewählt wird, sind Deutschland, Frankreich und Österreich, Italien (zweiter Tag), ferner Ungarn, Polen, Slowenien, Rumänien, Bulgarien, sowie Finnland und Schweden. Erste gesamteuropäische Hochrechnungen sind gegen 22:30 Uhr aus Brüssel zu erwarten.

Die rund 62 Millionen Wahlberechtigten in Deutschland können bis 18.00 Uhr ihre Stimme abgeben, um die 99 deutschen Abgeordneten im Europäischen Parlament mit seinen insgesamt 736 Sitzen zu bestimmen. Die Wahl gilt als wichtiger Stimmungstest vor der Bundestagswahl am 27. September. Umfragen zufolge könnte die Union aus der Europawahl trotz möglicher Verluste als stärkste Kraft hervorgehen. Der SPD werden leichte Stimmengewinne vorausgesagt.

In Frankreich waren rund 44 Millionen Wahlberechtigte aufgerufen, über die 72 EU-Parlamentssitze für ihr Land abzustimmen. Dort stehen 160 Vereinigungen zur Wahl. Die regierende konservative Partei UMP von Präsident Sarkozy dürfte Umfragen zufolge stärkste Kraft werden.

In Ungarn konnten seit 6.00 Uhr (bis 19.00 Uhr) die Bürger in 11.000 Wahlkreisen ihre Stimme abgeben. Acht Parteien haben Kandidaten- Listen aufgestellt, 22 Parlamentarier können ins Europa-Parlament entsandt werden. Nach dem Rücktritt von Ministerpräsident Gyurcsany im März und der Bildung einer Übergangsregierung wurde ein deutlicher Sieg der Opposition bei der Europawahl erwartet. Auch in Rumänien wurde mit dem erstmaligen Einzug der rechtsextremen Großrumänien-Partei in das EU-Parlament gerechnet.

In der Slowakei bestätigten sich nach inoffiziellen Ergebnissen die Kräfteverhältnisse der Parlamentswahl 2006 und der Präsidentenwahl 2009. Die drei Parteien der Koalition gewannen demnach von 13 Mandaten sieben, die oppositionellen Parteien dürften sechs Vertreter nach Brüssel entsenden.

Erst nach Schließung der italienischen Wahllokale – dort begann der Urnengang bereits am Samstagnachmittag – um 22.00 Uhr werden in Brüssel die ersten EU-weiten Ergebnisse bekanntgegeben. Mit 375 Millionen Wahlbeteiligten ist die Europawahl die größte in der westlichen Welt. Gewählt werden die 736 EU-Abgeordneten für fünf Jahre.

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