Europas WM-Feld nimmt Formen an

Schweden und Ibrahimociv fahren nicht zur WM
Schweden und Ibrahimociv fahren nicht zur WM ©SCANPIX SWEDEN
Kroatien, Tschechien, die Türkei oder Schweden um Superstar Zlatan Ibrahimovic. Das sind die großen europäischen Abwesenden bei der kommenden Fußball-WM 2010. Portugal dagegen erhält eine zweite Chance. Die Equipe um den derzeit verletzten Weltfußballer Cristiano Ronaldo darf am 14. und 18. November im Play-off um die Fahrkarte nach Südafrika spielen.

Die Portugiesen sind bei der Auslosung am Montag in Zürich ebenso gesetzt wie Österreichs Abschlussgegner Frankreich, EM-Halbfinalist Russland und Ex-Europameister Griechenland. Die möglichen Gegner des Quartetts sind damit die Ukraine, Irland, Bosnien-Herzegowina und Slowenien. Als schwächster Gruppenzweiter dagegen steht Norwegen bereits als WM-Zuschauer fest.

13 Plätze stehen Europa für Südafrika zur Verfügung. Die Schweiz und die Slowakei sicherten sich am Mittwochabend als Gruppensieger die Nummern acht und neun. Zuvor waren bereits die Niederlande, England, Spanien, Deutschland, Dänemark, Serbien und Italien als WM-Teilnehmer festgestanden. Während die Slowaken dank eines Eigentores zum 1:0 in Polen ihr erstes WM-Ticket lösten, zitterten sich die Schweizer zu einem 0:0 gegen Israel.

Da sich die Portugiesen auch ohne den am Knöchel verletzten Ronaldo mit 4:0 gegen Malta keine Blöße gaben, verpassen die Schweden erstmals seit 1998 ein Großereignis (WM oder EM). “Wenn es vorbei ist, ist es vorbei. Es war eine großartige Reise, aber das Ende ist bitter”, gestand Schwedens Teamchef Lars Lagerbäck nach dem bedeutungslosen 4:1 gegen Albanien. Barcelona-Stürmer Ibrahimovic musste zudem mit einer Knieverletzung vorzeitig vom Platz. Rapid-Stürmer Hamdi Salihi hatte dabei den Ehrentreffer für die Albaner erzielt.

Die Ukraine verabschiedete Kroatien mit einem 6:0-Sieg in Andorra. Vorentscheidend war ein 1:0 am Samstag gegen die bereits fix qualifizierten Engländer gewesen. England beendete die Qualifikation mit einem souveränen 3:0 gegen Weißrussland, bei dem der eingewechselte David Beckham als Spieler des Spiels ausgezeichnet wurde. “Für 30 Minuten? Das ist fast so, als ob (Barack) Obama nach nur neun Monaten als US-Präsident den Friedensnobelpreis gewinnen würde”, scherzte England-Teamchef Fabio Capello.

Als einer der Topfavoriten geht Spanien ins WM-Turnier – nach einer makellosen Qualifikation mit zehn Siegen in ebenso vielen Spielen. Den Gruppenzweiten Bosnien fertigten die Spanier, am 18. November in Wien nächster Testspielgegner der ÖFB-Auswahl, mit einem besseren B-Team zum Abschluss auswärts mit 5:2 ab. Vor einer Blamage bewahrte Alberto Gilardino Weltmeister Italien mit einem Hattrick in der Schlussviertelstunde zum 3:2 gegen Zypern.

Ein Glückstor von Lukas Podolski rettete Deutschland in der Schlussminute ein 1:1 gegen Finnland. Die Deutschen sind bei der Endrunden-Auslosung am 4. Dezember in Kapstadt ebenso sicher als Gruppenkopf gesetzt wie Titelverteidiger Italien, Rekordweltmeister Brasilien und Veranstalter Südafrika. Gute Chancen haben auch Europameister Spanien, England, Argentinien und Frankreich, sofern der Vizeweltmeister von 2006 die Barrage übersteht.

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