EURO 2008 - Keine Wildpinkler-Schäden in Wiens Parkanlagen

Die Wiener Parkanlagen haben den Fan-Ansturm während der EURO 2008 weit besser überstanden, als manche befürchtet haben. Auch die Warnungen vor Schäden durch Wildurinierer hätten sich als haltlos herausgestellt, sagte Stadtgartenamtsdirektor Rainer Weisgram am Montag im Gespräch mit der APA.

An den kommunalen Bäumen und Grünflächen gebe es keine merkbaren Harnschäden. Die “Hunderten oder gar Tausenden Wildpinkler”, vor denen vor der Fußball-Europameisterschaft gewarnt wurde, ließen sie sich laut Weisgram nicht blicken. Dies dürfte nicht zuletzt mit der Aufstellung von 561 mobilen Toiletten in der Innenstadt-Fanzone in Zusammenhang stehen.

Dabei sei im Vorfeld viel kolportiert worden, etwa dass man in deutschen Städten nach der WM 2006 das Harn-gesättigte Erdreich einen halben Meter tief abgetragen habe müssen. Was aus Sicht des Stadtgartenamtes eine Zeitungsente gewesen sei dürfte. In Berlin, München oder Dortmund habe man auf Nachfrage nichts davon gewusst, so Weisgram.

Die Bilanz des Stadtgartenamtes fällt insgesamt positiv aus. “Wir haben weder in den Fanzonen noch in anderen Parkanlagen irgendwelche Zeichen von Vandalismus”, freute sich der oberste Stadtgärtner: “Der Rathauspark wurde nicht stärker beschädigt als bei anderen Veranstaltungen.” Ausgezahlt habe sich auf die gründliche Kontrolle der Bäume. Nun werden vor allem die Grünstreifen am Ring mit neuem Rollrasen ausgebessert, was eine Routinearbeit sei.

“Ich bin froh, dass sich die Philosophie als richtig erwiesen hat, die Parks nicht zuzusperren”, so Weisgram in einem Seitenhieb auf die Bundesgärten. Diese haben heute, Montag, den Volksgarten und den Burggarten wieder geöffnet. Bei letzterem mussten einige Sturmschäden aufgearbeitet werden, sonst gab es keine Beschädigungen, hieß es auf APA-Anfrage. Wie sehr Helden- und Maria-Theresien-Platz unter der EURO-Aufbauten gelitten haben, werde man erst in einigen Tagen abschätzen können.

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