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EU-Wahl: Einstimmiger Beschluss der ÖVP-Kandidatenliste

Frauenministerin Bogner Strauß zeigte sich über die Kandidatenliste erfreut.
Frauenministerin Bogner Strauß zeigte sich über die Kandidatenliste erfreut. ©APA/Hans Punz
Heute wurde die EU-Kandidatenliste der ÖVP beschlossen. Die Entscheidung fielt laut ersten Angaben einstimmig.

Die Entscheidung fiel laut dem Tiroler Landesparteichef Günther Platter einstimmig, es habe keine Enthaltung gegeben. Platter bezeichnete die Stimmung in der Volkspartei als absolut hervorragend. Auch der oberösterreichische Landeshauptmann Thomas Stelzer zeigte sich bei Verlassen der Parteizentrale sehr zufrieden – ebenso was die Platzierung der oberösterreichischen Kandidatin Angelika Winzig betrifft. Diese kandidiert laut Parteikreisen auf Platz 3.

Frauenministerin Juliane Bogner-Strauß zeigte sich erfreut, dass unter den ersten zehn Kandidaten fünf Frauen sind. Sie sprach gegenüber der APA von einem erweiterten Reißverschluss. In Ordnung geht für die steirische Landesrätin und Bundesparteichef-Stellvertreterin Barbara Eibinger-Miedl die Platzierung der steirischen Kandidatin Simone Schmiedtbauer.

Weitere Details zur Kandidatenliste werden ab 14:00 Uhr in der Pressekonferenz bekannt gegeben.

ÖVP schickt ORF-Star Wolfram Pirchner in die EU-Wahl

Der Effekt solcher Quereinsteiger bei der Wahl ist endenwollend, wie Politikberater Thomas Hofer im APA-Gespräch erklärt. Vielmehr bringt die Strahlkraft der Fernsehgesichter einer Partei mediale Aufmerksamkeit – zumindest kurzfristig. Pirchner, der dem Vernehmen nach auf Platz sechs der Liste steht, sei schlicht ein “Aufmerksamkeitsfaktor”, meinte Hofer. Allein die Tatsache, dass seine Kandidatur es auf eine reichweitenstarke Titelseite schafft, “ist schon die halbe Miete”. Durch bekannte Gesichter erreiche man bei gewissen Zielgruppen – in diesem Fall Senioren – Aufmerksamkeit, die man sonst nicht bekommt. “In der Generierung von Schlagzeilen hat wohl kaum ein anderer Kandidat auf diesem Listenplatz diese mediale Präsenz.”

Die Strategie gehe durchaus auf, verweist Hofer auch auf andere ORF-Beispiele aus der Vergangenheit wie Ursula Stenzel (FPÖ), Josef Broukal (SPÖ) oder Eugen Freund (SPÖ). Allerdings handle es sich meistens um einen “sehr kurzfristigen Hype und Effekt”, gibt Hofer zu bedenken. “Es ist in erster Linie ein Marketing-Gag, eine Methode, wie man Präsenz erreicht.”

EU-Wahl: Durch bekannte Namen Zugang zu gewissen Zielgruppen erwartet

Dass Parteien so gerne auf ORF-Stars zurückgreifen, liege daran, dass diese durch die Reichweite des öffentlich-rechtlichen Senders in der ZiB oder in Unterhaltungsformaten einfach Massen erreichen, die zu einem enormen Bekanntheitsgrad führen. Gleichzeitig signalisieren Parteien mit Quereinsteigern eine gewisse Offenheit für neues Personal. “Dass das durchaus Unmut in alten Funktionärskadern erregt, nimmt man in Kauf.”

Bei einer Mobilisierungswahl wie jener zum EU-Parlament habe man zwar mit solch bekannten Namen schneller Zugang zu gewissen Zielgruppen – den tatsächlichen Effekt bei der Wahl selbst sollte man aber nicht überschätzen, sagt der Experte. Und: Nachhaltig sind solche Engagements in vielen Fällen nicht: den Kandidaten fehlt schlicht oft die Erfahrung in der Politik und auch im Umgang mit Parteistrukturen. “Da zu reüssieren, ist ganz schwierig.”

ÖVP-Liste für die EU-Wahl:

  1. Othmar Karas
  2. Karoline Edtstadler
  3. Angelika Winzig
  4. Simone Schmiedtbauer
  5. Lukas Mandl
  6. Wolfram Pirchner
  7. Christian Sagartz
  8. Barbara Thaler
  9. Christian Zoll
  10. Claudia Wolf-Schöffmann

Die ÖVP hat nach dem Beschluss im Bundesparteivorstand am Montagnachmittag die ersten zehn der 32 Kandidaten für die EU-Wahl im Mai präsentiert. Angeführt wird die Liste bekanntlich von Othmar Karas, gefolgt von Staatssekretärin Karoline Edtstadler. Ihr folgen weitere zwei Frauen.

Auf Platz 3 kandidiert Nationalratsabgeordnete Angelika Winzig aus Oberösterreich, auf Platz 4 die Steirerin Simone Schmiedtbauer. Ihr folgt der derzeitige Europaabgeordnete Lukas Mandl und für den Seniorenbund Wolfram Pirchner. Der Klubchef der burgenländischen ÖVP Christian Sagartz kandidiert an siebenter Stelle, an achter die Tiroler Unternehmerin Barbara Thaler. JVP-Kandidat Christian Zoll tritt auf Platz neun an und die diplomierte Pädagogin Claudia Wolf-Schöffmann komplettiert die Top Ten.

Bundesparteiobmann Sebastian Kurz und Karas sprachen bei der Präsentation von einer richtungsweisenden Wahl. Karas erklärte dabei, er wolle an Stimmen und Mandaten gewinnen. Die Kandidatenvorstellung fand im Beisein des EVP-Spitzenkandidaten Manfred Weber statt.

(APA/Red)

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