EU verhängt Einreiseverbot gegen Gbagbo

Die EU hat gegen den bisherigen Präsidenten von Cote d'Ivoire (Elfenbeinküste), Laurent Gbagbo, der sich mit Gewalt an die Macht klammert, und 18 seiner Vertrauten ein Einreiseverbot verhängt.

Die Entscheidung werde in 24 bis 48 Stunden wirksam werden, sagten EU-Diplomaten am Montag in Brüssel. In einem weiteren Schritt soll demnach über das Einfrieren der Konten der 19 Ivorer entschieden werden. Die EU setzt damit bereits vor einer Woche beschlossene Sanktionen um und reagiert auf die Weigerung Gbagbos zur Machtübergabe in dem westafrikanischen Staat.

Gbagbo hatte sich erneut als Staatschef vereidigen lassen, obwohl nach der Präsidentschaftswahl Ende November der Oppositionskandidat Alassane Ouattara von der Wahlkommission zum Sieger erklärt worden war. Die internationale Gemeinschaft sieht in Ouattara den neuen rechtmäßigen Präsidenten. Bei Zusammenstößen von Anhängern beider Seiten sind nach Angaben der Vereinten Nationen mindestens 50 Menschen ums Leben gekommen.

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