EU muss 195 Milliarden Euro für Energie-Unabhängigkeit von Russland investieren

Die EU muss einiges an Geld in die Hand nehmen, um in Sachen Energie unabhängig von Russland zu werden.
Die EU muss einiges an Geld in die Hand nehmen, um in Sachen Energie unabhängig von Russland zu werden. ©Frank Rumpenhorst dpa
Nach Analysen der EU-Kommission, muss die Europäische Union in den nächsten fünf Jahren einiges an Geld in die Hand nehmen, um von russischer Energie loszukommen.
EU will Vereinbarung zu Ausstieg aus russischer Abhängigkeit

Die Europäische Union muss in den nächsten fünf Jahren zusätzlich 195 Milliarden Euro investieren, um von russischer Energie loszukommen. Mitte nächster Woche wird die Brüsseler Behörde voraussichtlich ihren Plan vorstellen, um die EU langfristig ohne fossile Brennstoffe aus Russland mit Energie zu versorgen. Dafür will die Kommission laut einem Entwurf ehrgeizigere Ziele für den Ausbau erneuerbarer Energien und beim Energiesparen setzen.

Energie-Unabhängigkeit: EU muss 195 Milliarden Euro investieren

Ziel der Strategie ist es laut dem Papier, das der Deutschen Presse-Agentur vorliegt, demnach, die Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen aus Russland rasch zu verringern, indem die Energiewende vorangetrieben wird. Bis 2030 sollen daher 45 Prozent der Energie in der EU aus erneuerbaren Quellen kommen, statt wie bisher geplant 40 Prozent. Das würde die Kapazität für saubere Energie auf 1.236 Gigawatt steigern, im Vergleich zu 511 Gigawatt heute - mehr, als im EU-Klimapaket ursprünglich vorgesehen war.

Anzahl der Solarstromanlagen in der EU soll sich bis 2028 verdoppeln

Die Anzahl der Solarstromanlagen soll sich dem Entwurf zufolge bis 2028 mehr als verdoppeln, auf 300 Gigawatt. Die Kommission setzt auch auf klimafreundlichen Wasserstoff, der etwa aus Ökostrom produziert wird. Bis 2030 sollen zehn Millionen Tonnen davon in der EU produziert und weitere zehn Millionen Tonnen importiert werden. Gleichzeitig wird vorgeschlagen, den Energieverbrauch bis Ende des Jahrzehnts um mindestens 13 Prozent zu senken, statt wie bisher vorgesehen um 9 Prozent.

EU spare sich durch Strategie 80 Milliarden Euro russisches Gas

Insgesamt könnte die EU durch die Strategie pro Jahr etwa 80 Milliarden Euro an russischen Gas-Importen sparen, 12 Milliarden an Öl-Importen und 1,7 Milliarden an Kohle-Importen, so der Entwurf.

(APA/Red)

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