EU-Kommission billigt Aventis-Übernahme

Die EU-Kommission hat dem französischen Pharmakonzern Sanofi-Synthelabo die Übernahme des deutsch-französischen Konkurrenten Aventis mit Auflagen erlaubt.

Damit Europas künftiger Branchenführer nicht zu mächtig wird, forderte die Kommission Sanofi am Montag in Brüssel auf, bestimmte Medikamente abzugeben oder per Lizenz für Konkurrenten zugänglich zu machen. Aventis hatte am Sonntag nach Monate langem Tauziehen ein kräftig aufgestocktes Übernahmeangebot von Sanofi-Synthelabo angenommen. Die Kommission prüfte das Angebot drei Monate lang. Bedenken gab es vor allem bei Medikamenten gegen Thrombosen, Darmkrebs und Schlaflosigkeit. Sanofi machte in zwölf Pharmamärkten Zugeständnisse, die teilweise nur bestimmte Länder in Europa betreffen. Sanofi verpflichtete sich, die Fabrik für die Thrombose-Mittel Fraxiparine und Arixtra in Nord-Frankreich an den Konkurrenten GlaxoSmithKline zu verkaufen. Aventis wird auf die Lizenzrechte des Darmkrebs-Mittels Campto verzichten. Die Kommission sei überzeugt, dass die Verpflichtungen den freien Wettbewerb erhalten, hieß es in einer Mitteilung. Die US-Wettbewerbshüter trafen laut Brüsseler Angaben noch keine Entscheidung.

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