"Es gibt keine Traumfrau!"

In der Erfolgsserie "Doctor's Diary" gibt er den fiesen Oberarzt Dr. Marc Meier. Vom Vollblutmacho, der über Leichen geht und immer kriegt, was er will, ist er privat allerdings weit entfernt ...

Den Herzensbrecher nimmt man Florian David Fitz ohne weiteres ab: Er kommt mit dem Rad zum Interviewtermin ins Münchner Literaturhauscafé. Die ?Ray- Ban Aviator? trägt er auf der Nase, seinen Terrier namens Würstel im Gepäckträger. Spätestens seit der Münchner in der Arztserie ?Doctor?s Diary? den fiesen Macho Dr. Marc Meier gibt, lieben ihn die Frauen.

Seitenblicke: Herr Fitz, wie ist Dr. Meier denn als Patient? Feig, mutig, privatversichert?

Florian David Fitz: Neunmalklug! (Lacht.) Nein, ich hab mich als Kind ja oft verletzt, hatte ständig Nasenbluten und habe am ganzen Körper Narben. Außerdem hatte ich als Kind Augenprobleme und bin überall dagegengelaufen. Ich habe also überhaupt keine Angst. Aber meine Kollegin, die Diana (Amft, Anm.), die hat Probleme, wenn sie Blut sieht. Aber meistens arbeiten wir mit Kunstblut ? das ist total eklig und riecht nach Himbeere.

Macht es Ihnen eigentlich Spaß, ein arrogantes Arschloch zuspielen?

Ja! (Lacht.) Anfangs habe ich Zeit gebraucht, um hineinzufinden. Aber ganz ehrlich: Ich habe den meisten Spaß von allen, ich kann machen, was ich will! Die Rolle ist sicher nicht die einfachste, weil Dr. Meier sehr schnell denkt. Du musst also sehr wach sein in der Birne. Also pfeif ich mir echt viele Espressi rein am Tag.

Jetzt müssen Sie es ja wissen: Warum fahren Frauen so auf Machos ab?

Das werde ich oft gefragt, aber ich bin in der Paarpsychologie nicht so bewandert. Ich denke jedoch, dass der Reiz des Bösen einfach größer ist als der Reiz des Braven.

Dr. Meier gilt als Vorzeigemacho. Sind Sie auch einer?

Sagen wir so: Wenn ich ein arroganter Hund wäre, dann wäre ich wie Dr. Meier ? ich bin?s aber nicht!

Was war denn das Schlimmste, das Sie einer Frau angetan haben?

Ich? (Lange Pause.) Na klar hab ich schon mal verletzt, aber nie absichtlich oder fahrlässig! Sondern so, wie es sich im Leben oft nicht verhindern lässt.

Und jetzt? Sind Sie vergeben?

Ich bin getrennt, noch nicht ganz entliebt und schwer verbittert. Es ist nicht frisch, aber diesmal dauert es lange, das zu überwinden.

Haben Sie Ihr privates Rezept gegen Liebeskummer gefunden?

Ja! Man darf die anfängliche Trauer nicht wegstecken, den Herzschmerz nicht überspringen. Man muss dagegenarbeiten! Zur Liebe gehört der Aufstieg genauso dazu wie der Abstieg. Das ist nun mal so.

Sprechen wir über Ihre Traumfrau. Gibt es die?

Nein, tut mir leid. Wenn ich mit 34 noch an Traumfrauen denken würde, wäre ich noch nicht aus dem ?Bravo?-Alter raus.

Glauben Sie an Liebe auf den ersten Blick?

Ja, ich glaube, das kann passieren. Mir ist es schon mal passiert, darauf musste ich allerdings 27 Jahre warten.

Worauf schauen Sie bei einer Frau denn als Erstes?

Aufs Gesicht! Die anderen Sachen sind ja nichts wert, wenn das Gesicht nichts ist!

Seitenblicke Magazin/Foto: AP)

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