Erwerbstätige oft mit Gesundheitsrisiken am Arbeitsplatz konfrontiert

Die Anstrengung der Augen wird als häufigstes körperliches Risiko genannt.
Die Anstrengung der Augen wird als häufigstes körperliches Risiko genannt. ©pixabay.com (Sujet)
Neun von zehn Erwerbstätigen begegnen am Arbeitsplatz mindestens einem psychischen und bzw. oder körperlichen Risikofaktor - das geht aus einer 2020 durchgeführten Befragung der Statistik Austria hervor.

Häufigstes körperliches Gesundheitsrisiko ist demnach eine starke Anstrengung der Augen - rund 40 Prozent der Erwerbstätigen sind betroffen. Ebenso viele klagten über das häufigste Risiko für das psychische Wohlbefinden - starken Zeitdruck bzw. Arbeitsüberlastung.

86 Prozent aller Erwerbstätigen und damit rund 3,7 Millionen Menschen sind von der Thematik betroffen. Acht von zehn sehen sich mit mindestens einem körperlichen, sechs von zehn mit mindestens einem psychischen Risikofaktor konfrontiert. Rund 13 Prozent aller jemals Erwerbstätigen berichteten über eine durch die Arbeit bedingte Gesundheitseinschränkung, 3,5 Prozent hatten im Jahr zuvor mindestens einem Arbeitsunfall.

Anstrengung der Augen häufigstes körperliches Risiko

Neben starker Augenbelastung fanden sich auch sich wiederholende Handbewegungen oder schmerzhafte Arbeitshaltungen (rund ein Drittel sind jeweils betroffen) sowie das Hantieren mit schweren Lasten (rund ein Viertel sind betroffen) unter den häufigsten körperlichen Risikofaktoren. Mit über 90 Prozent Betroffenen waren Erwerbstätige in der Landwirtschaft am stärksten körperlichen Risiken ausgesetzt, dicht hinter ihnen rangierten Erwerbstätige im Bauwesen und in der Abfallentsorgung bzw. Wasserversorgung.

Rund ein Drittel gab an, Umgang mit schwierigen Personen gehabt zu haben. Von psychischen Risikofaktoren waren besonders personenbezogene Dienstleistungsberufe betroffen - mindestens einem solchen Faktor waren 74 Prozent der im Gesundheitswesen, ebenso wie 68 Prozent der im Erziehungswesen und 65 Prozent der im öffentlichen Dienst Tätigen ausgesetzt.

Auch Rückenprobleme und Depressionen oft genannt

Von 13,4 Prozent aller jemals erwerbstätigen Personen, die über mindestens ein arbeitsbedingtes Gesundheitsproblem klagten, nannte rund ein Drittel Rückenprobleme, ein Fünftel Probleme mit Nacken, Schultern, Armen oder Händen und 14 Prozent Probleme mit Hüften, Beinen oder Füßen. Sieben Prozent nannten außerdem Depressionen, rund fünf Prozent Stress. 163.400 Erwerbstätige hatten im Jahr vor der Befragung einen Arbeitsunfall - sieben von zehn davon waren Männer.

(APA/Red)

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