Erster Jahrestag der Loveparade-Katastrophe

Zum ersten Jahrestag der tragischen Ereignisse in Duisburg haben Angehörige Gelegenheit, im Unglückstunnel zu trauern. Zur Gedenkfeier im MSV-Stadion werden mehrere tausend Besucher erwartet.
Massenpanik bei Loveparade: Viele Tote
Trauer nach der Loveparade-Tragödie
Bilder der Gedenkfeier 2010
Massenpanik bei Loveparade Duisburg: Trauermarsch

Ein Jahr nach der Loveparade-Katastrophe mit 21 Toten erinnert Duisburg an die Opfer: Bei einer Gedenkfeier im Duisburger MSV-Stadion werden an diesem Sonntag (24. Juli) mehrere tausend Besucher erwartet. Geplant ist ein zweistündiges Programm, bei dem Kirchenvertreter und Betroffene des Unglücks sprechen, wie Kirche und Staatskanzlei NRW mitgeteilt hatten. Auf Wunsch von Angehörigen tritt der Sänger der Band Unheilig auf, “Der Graf”. Er singt “Geboren, um zu leben” – die inoffizielle Trauerhymne der Loveparade-Betroffenen.

Anschließend haben die Angehörigen Gelegenheit, im Karl-Lehr-Tunnel, wo das Unglück geschah, still zu trauern. Der Tunnel – eine wichtige Verkehrsachse in Duisburg – wird an dem Wochenende für den Verkehr gesperrt. Während des Gedenkens der Opfer müssen auch alle anderen Besucher einschließlich der Presse den Tunnel verlassen.

Duisburgs Oberbürgermeister Adolf Sauerland (CDU) und Loveparade-Veranstalter Rainer Schaller nehmen am Gedenktag nicht teil. Sie respektierten den Wunsch von Angehörigen, sie nicht dabei zu haben, hatten beide erklärt.

Ermittlungen laufen noch

Am 24. Juli waren bei einem Massengedränge an dem Tunnel vor dem Loveparade-Gelände 21 Menschen erdrückt oder niedergetrampelt sowie Hunderte verletzt worden. Die juristische Aufarbeitung des Unglücks wird noch lange Zeit benötigen. Gegen 16 Beschuldigte wird wegen fahrlässiger Körperverletzung und fahrlässiger Tötung ermittelt. Darunter sind zahlreiche städtische Mitarbeiter. Anklage ist bisher nicht erhoben worden.

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