Erster Budgettag im Nationalrat endete mit hoher Dotierung für Innenministerium

Die Budgetdebatte brachte eine deutliche Höher-Dotierung für das Innenministerium.
Die Budgetdebatte brachte eine deutliche Höher-Dotierung für das Innenministerium. ©APA
Am Dienstagabend ging der erste Tag der Budgetdebatte im Nationalrat zu Ende. Die hohe Dotierung für das Innenministerium interpretierte Sicherheitssprecher Werner Amon als Ostern und Weihnachten zugleich. Kritik gab es dazu von der Opposition.

Das Kapitel Inneres hat am Dienstagabend den ersten von drei Tagen der Budgetdebatte im Nationalrat abgeschlossen. Angesichts der deutlichen Höher-Dotierung sprach Ressortchef Herbert Kickl (FPÖ) von einem großen Sprung für die Sicherheit. Kritik der Opposition kam trotzdem, wenn sie auch schon einmal härter ausgefallen war.

Kritik an hohem Budget von Opposition

So fand es SPÖ-Sicherheitssprecherin Angela Lueger zwar gut, dass mehr Polizisten ausgebildet werden sollen. Doch fragt sie sich, ob für die Schüler überhaupt genug Ausbildner verfügbar sein würden.

Seitens der NEOS meinte die Abgeordnete Stephanie Krisper zwar, dass sie mehr Polizisten, bessere Ausbildung und Entbürokratisierung an sich begrüße. Das dürfe aber nicht dermaßen einseitig auf Kosten der Justiz passieren. Die Liste Pilz-Mandatarin Alma Zadic ärgerte sich etwa über die Einsparungen im Asylbereich, mit denen Integration verhindert werde. Hier würden Sparpläne am Rücken der Armen ausgeführt.

Geteilte Meinungen zu den Einsparungen im Asylbereich

Der freiheitliche Abgeordnete Hans-Jörg Jenewein begrüßte dagegen die Reduktion der Mittel für diesen Bereich, würden doch jetzt weniger Flüchtlinge kommen und habe sich die Regierung schließlich dazu bekannt, verstärkt Rückführungen durchzuführen. Kickl verteidigte das restriktivere Vorgehen im Asylbereich ebenso und lobte noch ausführlicher die besseren Arbeitsbedingungen, die nun für Polizisten geschaffen werden könnten. Insgesamt sei das Budget eine Kampfansage an organisierte Kriminalität, Terroristen und Islamisten.

Dass Kickl ein wenig häufig hervorhob, dass die Polizisten erst unter seine Ägide ihren Dienst ordentlich ausführen könnten, motivierte SP-Mandatarin Nurten Yilmaz zu Spott in Richtung ÖVP, die seit dem Jahr 2000 die Innenminister gestellt hatte. Direkt an Kickl-Vorgänger Wolfgang Sobotka (ÖVP) gerichtet, der gerade als Präsident fungierte, stellte Yilmaz die Frage, wie es ihm dabei gehe, wenn Kickl so tue, als wäre er der erste Innenminister der Zweiten Republik.

Dotierung wie “Ostern und Weihnachten zugleich”

Sobotka schwieg wenig überraschend dazu, für die ÖVP sprach etwa Sicherheitssprecher Werner Amon und der sah mit dem Budget das Wort der Regierung eingehalten, dass man für die Sicherheit der Österreicher sorgen werde. Die hohe Dotierung interpretiert er als Ostern und Weihnachten für das Innenministerium zugleich.

Fortgesetzt wird die Budgetdebatte am Mittwoch, den 18. April, mit den Kapiteln Infrastruktur, Landesverteidigung, Wirtschaft, Landwirtschaft und Umwelt sowie Frauen und zuletzt Familien.

(APA/Red)

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