Erster Besuch aus Kuwait im Irak seit 20 Jahren

Erstmals seit über 20 Jahren hat ein hochrangiger Politiker aus Kuwait den Irak besucht. Der Besuch des Regierungschefs, Scheich Nasser al-Mohammed al-Sabah, am Mittwoch in Bagdad fällt fast auf den Tag genau mit dem 20. Jahrestag des Beginns des Zweiten Golfkrieges (17. Jänner 1991) zusammen.

Damals hatten alliierte Truppen unter der Führung der USA die irakische Armee aus dem Emirat Kuwait vertrieben, das diese im August 1990 auf Befehl von Präsident Saddam Hussein besetzt hatte. Scheich Nasser, der ein Mitglied der Herrscherfamilie ist, wurde von Ministerpräsident Nuri al-Maliki erwartet.

Die irakische Nachrichtenagentur Al-Sumeria meldete unterdessen, noch vor dem Eintreffen des Regierungschefs habe die kuwaitische Küstenwache fünf Fischer aus der irakischen Hafenstadt Basra freigelassen. Sie waren von den Kuwaitern festgenommen worden, weil sie sich angeblich in kuwaitischen Hoheitsgewässern aufgehalten hatten. Bei dem Zwischenfall, an dem eine Patrouille der Küstenwache und insgesamt neun Fischer beteiligt gewesen waren, war ein kuwaitischer Soldat getötet worden.

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