Erste vollmechanische Volksgarage eröffnet

Symbolfoto |&copy Bilderbox
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Neunzehn Monate nach dem Spatenstich wurde am Montag die erste vollmechanische Volksgarage Wiens unter dem Schlesingerplatz im 8. Wiener Gemeindebezirk eröffnet.

Insgesamt 6,8 Millionen Euro netto kostete die Errichtung der auf Basis eines Baurechtes der Stadt Wien durch die MID-Gruppe und die Westfalia Parking Systems geschaffenen 254 Parkplätze. Sie sollen helfen, die angespannte Parkplatzsituation im 8. Bezirk und speziell um das Amtshaus am Schlesingerplatz zu entschärfen.

Autos parken sich alleine ein

Die neue Volksgarage Schlesingerplatz ist eine vollmechanische Parkgarage: Über eine Ein- und Auslagerungsbox übergibt der PKW-Lenker sein Fahrzeug dem automatischen Parksystem. Die Überwachung der Fahrzeugabmessungen sowie der Boxen erfolgt dabei voll elektronisch, der Einlagerungsprozess selbst wird erst nach Bestätigung der ordnungsgemäßen Übergabe durch den KFZ-Lenker gestartet. Dabei gelangt der PKW über zwei Senkrechtförderer in das 2. Untergeschoss, wo er mittels Horizontalförderer zu einem freien Stellplatz in der Regalkonstruktion verschoben wird. Insgesamt stehen 237 Stellplätze für PKW´s mit einem Gesamtgewicht bis zu 2,5 Tonnen im sogenannten Car-Safe im 2.Untergeschoss auf 4 Ebenen zur Verfügung.

Die drei Ein-/Auslagerungsboxen befinden sich im 1. Untergeschoss, wo dazu weitere 17 konventionelle PKW-Stellplätze vorgesehen sind. Im 1. Untergeschoss sind auch die Technikräume mit Brandmeldeanlage, Sprinklerzentrale, Trafostation, Kontrollraum und die Lüftungs- und Brandentrauchungsanlagen untergebracht. Entsprechend der Verordnung der Stadt Wien für automatische Garagen und entsprechend den Vorgaben der Prüfstelle für Brandschutztechnik wurden als Brandschutzmaßnahme im 2. Untergeschoss eine Sprinkleranlage mit über 1.100 Sprinklern installiert.

Großteil der Parkplätze bereits vermietet

Betreiber der Garage am Schlesingerplatz ist die APCOA Parking Austria AG. Die Kosten werden für Dauerparker 72,68 Euro pro Monat betragen, wobei der Großteil der Stellplätze bereits vermietet werden konnte. Für Kurzparker betragen die Kosten 1,90 Euro pro Stunde. Die Abholung des PKW aus dem automatischen Parksystem erfolgt über den im 1. Untergeschoss bei der Kassa befindlichen Auslagerungsterminal, wobei der Vorgang mittels Kurzparkticket oder Dauerparkkarte bereits beim Zutritt zu den Stiegenhäusern gestartet wird. Die Dauer des Auslagerungsvorganges beträgt zwischen 57 und 403 Sekunden. In Zukunft soll es sogar noch schneller gehen, wie Wolf Dieter Fink, Geschäftsführer der Westfalia Parking Systems in seinem Statement bestätigt: „Wir arbeiten an der Entwicklung einer Software, damit die Auslagerung des PKW zukünftig auch via E-mail beziehungsweise SMS abrufbar ist.“

15 weitere Volksgaragen geplant

Im Rahmen des Volksgaragenprogramms werden Garagenprojekte an ausgewählten Standorten in allen Bezirken Wiens mit besonderen Konditionen gefördert. Die spezielle Förderung, die aus der Parkometerabgabe bereitgestellt wird, erfolgt in Form eines zinsenfreien Darlehens durch die Stadt Wien mit einer Laufzeit von maximal 40 Jahren. Die förderbaren Herstellungskosten inklusive der Haustechnik, der Einrichtung und der Oberflächenwiederherstellung sind mit 21.800 Euro pro PKW-Stellplatz limitiert. Bei der Vergabe der Dauerparkplätze soll die Wohnbevölkerung vorrangig berücksichtigt werden. Bis dato sind 9 Volksgaragen in Betrieb genommen und 3 in Bau. Für derzeit 15 Volksgaragenstandorte gibt es konkrete Planungsüberlegungen.

Redaktion: Michael Grim

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