Erste Staatsbürgerschaftstests positiv

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Der erste Wiener Staatsbürgerschaftstest - der gleichzeitig der erste in Österreich war - begann um 8.00 Uhr Früh und wurde positiv absolviert. Der Test als Download:

Durchgeführt wurde er von der Magistratsabteilung 35 (zuständig für Einwanderung, Staatsbürgerschaft, Standesamt, Anm.). Große Schwierigkeiten dürfte der Fragenkatalog nicht gemacht haben: Die möglichen zwei Stunden hat niemand gebraucht. Alle Tests wurden bereits deutlich früher abgegeben.

Die Antworten sind sofort beurteilt worden. Die Staatsbürgerschafts-Bewerber werden über das Ergebnis per Post informiert, hieß es in einer Rathaus-Aussendung. Alle StaatsbürgerschaftswerberInnen haben den heutigen Test bestanden. Der Zeitpunkt der Einbürgerung ist in weiterer Folge auch abhängig von der Entlassung aus dem bisherigen Staatsverband und der Zurücklegung der alten Staatsbürgerschaft, wurde betont.

In Wien stehen am 27. September sowie am 4. und 18. Oktober weitere Tests auf dem Programm. Insgesamt sind bis Ende des Jahres noch rund 20 Testtage geplant – zu denen vermutlich bis zu 800 Personen antreten werden.

Die Wiener Kandidaten müssen zwölf Fragen beantworten, die den Bund betreffen. Sechs Fragen haben mit Wien zu tun. Etwa: „Wie heißt der 1. Bezirk?“, „Was ist der Bürgermeister gleichzeitig noch?“ oder „Wo hat der Wiener Bürgermeister seit 1883 seinen Amtssitz?“. Richtige Antworten: Innere Stadt, Landeshauptmann, Rathaus.

Unumstritten waren die Tests nie. Sowohl Bürgermeister Michael Häupl (S) als auch die zuständige Stadträtin Sonja Wehsely (S) haben sich gegen die Tests ausgesprochen – die jedoch in allen Bundesländern auf Grund des neuen Staatsbürgerschaftsrechts verpflichtend durchgeführt werden müssen.

Kritik an den Wiener Fragen kam am Mittwoch vom Wiener VP-Obmann Johannes Hahn. Der Staatsbürgerschaftstest sei „wie aus der MA 2412“. Das Rathaus betreibe „Eigen-PR“, kritisierte er. Als Beispiel nannte er folgende Frage: „Was überreichen MA 11 Mitarbeiter anlässlich der Geburt eines Babys in Wien den Eltern?“ Von den drei Antwortmöglichkeiten („Ein Gitterbett, einen kostenlosen Rucksack oder einen Teddybären?“) ist die zweite die richtige.

Die Wiener Grünen sprachen in einer Aussendung vom „Beginn der restriktivsten Ära der Einbürgerungspolitik in der zweiten Republik“. Sowohl Bundes- als auch Wien-Fragen sollten die Einbürgerung so schwer wie möglich machen, zeigte sich Alev Korun, Integrationssprecherin der Grünen Wien, überzeugt.

Nicht nur in Wien, sondern auch in Salzburg finden heute Staatsbürgerschaftstests statt. Sie beginnen am Nachmittag. In den anderen Bundesländern wird es in den nächsten Wochen ebenfalls die ersten Tests geben.

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