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Erste Beerdigungen in Beslan

In Beslan sollen deutlich mehr Menschen ums Leben gekommen sein. Das Gesundheitsministerium gehe inoffiziell von 460 Todesopfern aus. .  Grauen in der LeichenhalleExperten: Putins Politik mitverantwortlich

Dies meldete die Internetzeitung „gazeta.ru“ am Sonntag unter Berufung auf ihren Korrespondenten in Beslan. Aus Kreisen der Bergungsmannschaften war zuvor die Vermutung geäußert worden, dass bis zu 500 Geiseln das Drama nicht überlebt hätten.

Beslan nahm am Sonntag Abschied von den ersten Opfern des Geiseldramas. Neben dem Friedhof wurden Gräber für die 326 tot geborgenen Männer, Frauen und Kinder ausgehoben. Insgesamt 22 Tote wurden bereits beerdigt. In den Kliniken hielten sich am Sonntag noch mehr als 420 Verletzte zur Behandlung auf. Der Gesundheitszustand von 58 Patienten wurde von den Ärzten als kritisch beschrieben. Insgesamt hatten die Terroristen am vergangenen Mittwoch nach offiziellen Angaben 1.180 Menschen in ihre Gewalt gebracht. Von ihnen galten zwischen 191 und 260 am Sonntag noch als vermisst. In den Krankenhäusern und Leichenschauhäusern suchten verzweifelte Angehörige weiter nach Angehörigen.

Eine Sprecherin des deutschen Auswärtigen Amtes (AA) bestätigte am Sonntag auf dpa-Anfrage, dass ein Hilfeersuchen Russlands in Berlin eingegangen sei. Das Ministerium stelle 100.000 Euro an humanitärer Soforthilfe bereit. Dafür sollten in Zusammenarbeit mit dem Deutschen Roten Kreuz schnellstmöglich Medikamente und medizinisches Material in die betreffende Region geliefert werden. Auch die USA wollten nach Informationen des Nachrichtensenders CNN Hilfe bereitstellen.

In Slowenien wurde am Sonntag Medienberichten zufolge eine spontane Solidaritätsaktion zum Gedenken an die Opfer von Beslan gestartet. Via Handy seien die Slowenen dazu aufgerufen worden, um 21 Uhr Kerzen in den Fenstern ihrer Wohnungen anzuzünden. Bereits am Samstagabend hatten nach einer in Bologna gestarteten SMS-Aktion Tausende von Kerzen die Fenster italienischer Gebäude erleuchtet. „Zündet heute Abend eine Kerze in Erinnerung an die Opfer in Ossetien an“, hatte es geheißen. Auch mehrere politische Gruppierungen in Italien waren den Aufrufen gefolgt.

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