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Erneut Rekord-Hitze in der Nacht auf Donnerstag in Wien

Erneut fanden viele Wiener kaum Schlaf in der heißen Juli-Nacht.
Erneut fanden viele Wiener kaum Schlaf in der heißen Juli-Nacht. ©Bilderbox.com
Auch in der Nacht auf Donnerstag verzeichneten ZAMG und Ubimet Rekord-Temperaturen in Wien. Die Temperaturen fielen in der Innenstadt nicht unter 26,9 Grad.

Zudem wurden vielerorts bereits mehr schwüle Tage verzeichnet wie sonst in einem gesamten durchschnittlichen Sommer.

Mit 26,9 Grad wurde der bisherige Spitzenwert vom 8. Juli erneut erreicht. Ein neuer Rekord von 25,3 Grad wurde von Ubimet auf der Messstation Hohen Warte gemessen. Der bisherige Höchststand an diesem Ort war 24,3 Grad.

Drückende Schwüle und hohe Luftfeuchtigkeit

Es waren aber nicht alleine die hohen Temperaturen der vergangenen Wochen in Österreich für die große Hitzebelastung verantwortlich. In Kombination mit hoher Luftfeuchtigkeit machte sich zusätzlich drückende Schwüle breit.

Eine aktuelle Auswertung ZAMG zeigt, dass die Anzahl der schwülen Tage in diesem Sommer extrem hoch ist. “Die Zahl der schwülen Tage im bisherigen Jahr 2015 erreicht oder übertrifft vielerorts die klimatologischen Mittelwerte für den gesamten Sommer”, erklärte Marc Olefs von der Abteilung für Klimaforschung an der ZAMG.

Als schwül wird ein Tag mit einer Äquivalenttemperatur von mindestens 56 Grad definiert. Die Äquivalenttemperatur gibt an, welche Temperatur die Luft erreichen würde, wenn der gesamte enthaltene Wasserdampf kondensiert und die dabei frei werdende Wärme die Lufttemperatur erhöht.

Die Zahl der schwülen Tage ist aber nicht nur in diesem Sommer sehr hoch, sondern sie ist seit einigen Jahren auf einem hohen Niveau. Für den Anstieg gibt es zwei Gründe: “Unsere Untersuchungen zeigen, dass es zum Großteil mit den steigenden Temperaturen der letzten Jahrzehnte zusammenhängt. Je wärmer Luft ist, desto mehr Wasserdampf kann sie aufnehmen. Schwüle ist ja eine Kombination von warmer und sehr feuchter Luft. Ein zusätzlicher Effekt ist auch eine Änderung der Großwetterlagen, wie vermehrte Südwestlagen mit warmer, feuchter Luft die aus dem Mittelmeerraum zu uns gebracht wird”, erklärte Olefs.

(APA/Red)

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