Erinnerung an Kaplan Heinrich Maier

Die Erzdiözese Wien gedenkt des von den NS-Machthabern ermordeten Kaplans Heinrich Maier. Dieser hatte einer Widerstandsgruppe angehört, die Informationen gesammelt und an den US- Geheimdienst weitergegeben hatte.

1944 wurde er von der Gestapo verhaftet, später zum Tod verurteilt und schließlich trotz Gnadengesuchen – unter anderem des Wiener Kardinals Theodor Innitzer – am 22. März 1945 hingerichtet.

Die Pfarre veranstaltet dazu ein umfangreiches Gedenkprogramm. Morgen, Donnerstag, steht der Auftakt der Feiern in der Pfarre Gersthof auf dem Programm. Am Freitag wird es eine gottesdienstliche Gedenkstunde am Ort der Enthauptung Maiers geben, im Gedenkraum des Landesgerichtes.

Am Ostermontag endet das Gedenken mit einem „Osterpfad“: Er führt von der Gersthofer Pfarrkirche im 18. Bezirk über das Ehrengrab Maiers bis zur ehemaligen „Klinik am Spiegelgrund“, dem heutigen Otto-Wagner-Spital – wo zur Zeit der NS-Diktatur behinderte Kinder ermordet worden sind.

Auch wissenschaftlich wird das Leben Heinrich Maiers aufgearbeitet: Der Historiker Gerhard Jagschitz hat die fachliche Leitung des Projektes „Echo-Lotung“ der Wiener Pfarre Gersthof übernommen, die dabei alle verfügbaren Materialien über ihren früheren Kaplan Heinrich Maier sammeln und historisch einordnen will. Jagschitz hat zuletzt die Einrichtung einer Historikerkommission der Erzdiözese Wien zum Widerstand gefordert, um die Rolle der Katholiken im Widerstand zu untersuchen.

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