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Erfundener Wettbüro-Überfall

Eine Angestellte eines Wiener Wettbüros soll einen Übefall erfunden haben - sie wurde deshalb zu einem Jahr bedingt verurteilt. Dennoch beharrt sie darauf: Es war ein Überfall.

„Ich bin überfallen worden, ich bin überfallen worden!“, lief eine 38-jährige Wiener Wettbüro-Angestellte am Morgen des 31. März 2006 aufgeregt auf die Straße. Ein Mann in einem schwarzen Mantel habe ihr eine Pistole in den Rücken gedrückt und die Kassa geplündert.

Erfindung

Heute, Freitag, wurde allerdings die Frau im Straflandesgericht zu einem Jahr bedingter Haft verurteilt: Richterin Claudia Bandion-Ortner ging davon aus, dass der behauptete Raub ihre Erfindung war.

„Ich bin seit 30 Jahren bei der Polizei. Das hat gleich danach gerochen, dass da etwas nicht stimmt“, verriet jener Ermittler, der mit der Klärung des angeblichen Überfalls betraut war. Seine Vermutung habe sich bestätigt, als man die Bilder aus der Überwachungskamera studierte: Außer dem selbst ernannten Opfer sei darauf kein Mensch zu sehen gewesen.

Der Rettungsarzt, der zum Wettbüro gerufen wurde, weil die Angestellte vorgab, mit den Nerven am Ende zu sein, habe seinen Verdacht weiter genährt, berichtete der Chefinspektor: „Der hat mir gesagt, dass das kein echter hysterischer Anfall, sondern gespielt ist.“

Trotzdem wurde die Frau sicherheitshalber ins Spital gebracht. Ein Beamter legte sich allerdings auf die Lauer und sah wenig später wie das vermeintlich geschockte Opfer gut gelaunt und heiteren Schrittes in die Innenstadt spazierte. „Ich bin mir sicher, dass sich in ihrer Handtasche die angeblich gestohlenen 13.000 Euro befunden haben“, meinte der Chefinspektor.

Die Richterin sah das genau so und schenkte den Unschuldsbeteuerungen der Frau keinen Glauben, die auf der Raub-Version beharrte, indem sie auf Gott und ihren geliebten Sohn schwor, immer die Wahrheit gesagt zu haben. Das Urteil ist nicht rechtskräftig.

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