Erfolgreicher Start für die "Waste Watcher"

Die Wiener "Waste Watcher" freuen sich über einen erfolgreichen Start: Die Mitarbeiter des neuen Müllkontrolltrupps der MA 48 hätten nach ihrem ersten Einsatztag am Freitag von "sehr positiven Resonanzen seitens der Bevölkerung" berichtet.

Das betonte Spezialtrupp-Leiter Roland Kolb gegenüber der APA. Erwischte Stadtverschmutzer hätten sich überraschend einsichtig gezeigt, hieß es. Bis Ostern wolle man vor allem aufklären statt bestrafen, so Kolb.

“Die ersten Erfahrungen unserer Mitarbeiter waren äußerst positiv”, fasste der Leiter des Referats “Waste Watcher” die Premiere des neuen Mülltrupps zusammen. Als erste Einsatzgebiete nahmen die “Abfall-Sheriffs” Teile des 1., 2., 4., 5., 6., und 20. Bezirks unter die Lupe. Viele Passanten hätten sich erfreut über die uniformierten Kontrollorgane geäußert und es als “super Sache” bezeichnet, dass Sauberkeitsdelikte ab sofort bestraft werden können.

Die 30 Mitarbeiter der “Waste Watcher”, die immer in Zweier-Teams ausrücken, sind nicht nur befugt, Abmahnungen auszusprechen, sondern auch Organstrafverfügungen in der Höhe von 36 Euro zu verhängen. Bei schweren Vergehen müssen Betroffene mit einer Anzeige rechnen, die eine Verwaltungsstrafe von bis zu 2.000 Euro zur Folge haben kann.

In der ersten Phase wird der Kontrolltrupp allerdings noch Milde walten lassen. “Bis Ostern werden wir noch sehr kulant sein und uns vor allem um Aufklärung bemühen”, versicherte Kolb. Nur besonders renitente Leute würden auch jetzt schon bestraft werden. Nach den ersten Erfahrungen hätten sich “in flagranti erwischte Täter” jedoch sehr einsichtig und teils peinlich berührt gezeigt. “Sogar ein Typ mit drei Kampfhunden hat nach Aufforderung das Gackerl anstandslos entfernt”, berichtete der “Waste Watcher”-Chef.

“So hohe Akzeptanz hätten wir uns nicht erwartet. Manche Mitarbeiter hatten im Vorfeld Angst vor möglichen Konfliktsituationen”, räumte Kolb ein. Der Kontrolltrupp, der vorher in Konfliktmanagement und Recht geschult worden war, soll vor allem die Bereiche Hundekot, Sperrmüll und Einkaufswagerl ins Visier nehmen. Bereits am ersten Arbeitstag konnten Abfallsünder aus allen drei Bereichen ausgemacht werden, so Kolb.

Bis Jahresende soll die Anzahl der “Waste Watcher” auf rund 100, bis Ende 2009 auf etwa 150 aufgestockt werden, wobei Mitarbeiter aus allen MA 48-Abteilungen die Kontrollbefugnis erwerben können. “Unser Ziel ist es, in Sachen Dreck die letzten – im wörtlichen Sinn – Trümmerl wegzubekommen”, sagte Kolb. “Wenn wir 50 Prozent der Leute überzeugen können, ist das schon ein Riesenerfolg”, meinte der Referats-Chef.

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