Erdnüsse im Test: Preis oft kein Qualitätskriterium

Günstige Produkte schnitten tendenziell besser ab.
Günstige Produkte schnitten tendenziell besser ab. ©pixabay.com (Sujet)
Der VKI hat mehrere Erd- und Paranüsse unter die Lupe genommen. Dabei hat sich gezeigt: Günstige Produkte schnitten tendenziell besser ab.

Erdnüsse zählen nach Kartoffelchips zu den beliebtesten Snacks in Österreich und sind aufgrund ihrer Zusammensetzung im Prinzip ein gesundes Nahrungsmittel.

Im Rahmen eines Tests hat der Verein für Konsumenteninformation (VKI) 12-mal geröstete und gesalzene Erdnüsse von unterschiedlichen Herstellern unter die Lupe genommen, darunter zwei Bio-Angebote. Ebenfalls untersucht wurden Paranüsse. Hier wurden fünf Angebote, darunter eben­falls zwei Bio-Produkte, analysiert und bewertet. Die Testergebnisse können sich sehen las­sen: Bis auf vier Produkte schnitten alle mit "sehr gut" bzw. "gut" ab, wobei besonders die günstigeren Erzeugnisse die vorderen Ränge belegten. Enttäuschend war das Abschneiden mehrerer Bio-Produkte.

Drei von vier Bio-Produkte waren "weniger zufreidenstellend"

Drei von vier Bio-Produkten schnitten mit "weniger zufriedenstellend" ab. Die Erdnüsse von "Hei­matgut" und "dennree" sowie die Paranüsse von "dennree" wiesen Auffälligkeiten bei Aussehen, Geruch, Konsistenz und Geschmack auf beziehungsweise wurden als ranzig bewertet. Die Paranüsse von "GM Pesendorfer" waren wiederum mit Schimmelpilzgiften belastet und wurden ebenfalls mit "weniger zufriedenstellend" beurteilt. VKI-Ernährungswissenschafterin Teresa Bauer rät dazu, bei Nüssen immer auf Verfärbungen und einen muffigen Geruch zu achten. "Im Zweifelsfall ist es besser, die Nüsse zu entsorgen. Denn Schimmelpilzgifte sind nicht ungefährlich. Werden Aflatoxine über einen län­geren Zeitraum aufgenommen, können sie sogar die Erbanlagen verändern und Krebs auslösen."

Salzgehalt stimmte nicht immer mit Angaben überein

Der Salzgehalt der getesteten Erdnüsse schwankte stark zwischen 0,2 und 2,5 Gramm Salz pro 100 Gramm. Laut Weltgesundheitsbehörde (WHO) sollte die tägliche Salzaufnahme weniger als 5 Gramm betragen. Auf die Verpackungsangaben ist allerdings nur bedingt Verlass: Im Durchschnitt enthielten die Proben 9 Prozent mehr Salz als deklariert, im extremsten Fall waren es 180 Prozent. Einige Produkte enthielten allerdings auch weniger Salz als angegeben. Die getesteten Paranüsse waren allesamt ungeröstet und ungesalzen.

Preis oft kein Qualitätskriterium

Der Preis ist wie so oft kein Qualitätskriterium: Zahlreiche günstige Produkte belegten die vorderen Ränge, während teurere Nüsse tendenziell auf den hinteren Plätzen landeten. Die Preise der Paranüsse lagen zwischen 13,45 und 32,45 Euro pro Kilogramm. Bei den Erdnüssen bewegte sich die Preisspanne zwischen 3,98 und 13 Euro pro Kilogramm. Auffällig: Gleich fünf Produkte unterschiedlichster Händler und Diskonter waren hier mit einem "Einheitspreis" von 3,98 Euro pro Kilogramm am günstigsten.

(APA/Red)

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