Erdbeben im Südpazifik löste vorübergehend Tsunami-Warnung aus

Nach einem Erdbeben der Stärke 7,3 im Südpazifik haben die Behörden vorübergehend eine Tsunami-Warnung herausgegeben. Der Erdstoß ereignete sich nach Angaben der US-Erdbebenwarte am Sonntag (Ortszeit) kurz nach Mitternacht rund 225 Kilometer südlich von Port Vila, der Hauptstadt des Inselstaats Vanuatu.

Über Verletzte oder Schäden war zunächst nichts bekannt. Die Tsunami-Warnung, die neben Vanuatu für den Inselstaat Fidschi und die Inselgruppe Neukaledonien galt, wurde nach rund eineinhalb Stunden wieder aufgehoben.

Das für den Pazifikraum zuständige Tsunami-Warnzentrum teilte mit, vor der Küste Vanuatu seien zum Teil 15 Zentimeter hohe Wellen gemessen worden. Vanuatu liegt im sogenannten pazifischen “Feuerring” mit zahlreichen Vulkanen, in denen Verschiebungen von Erdplatten immer wieder zu Erschütterungen führen.

Das folgenschwerste Beben der vergangenen Jahrzehnte ereignete sich am Stefanitag 2004 vor der indonesischen Insel Sumatra. Damals hatte ein durch ein Erdbeben ausgelöster Tsunami nach Schätzungen bis zu 250.000 Menschen in den Tod gerissen, darunter mehrere tausend Touristen im Weihnachtsurlaub. Die Flutwelle traf ein Dutzend Länder im Indischen Ozean, mehr als 1,5 Millionen Menschen wurden obdachlos.

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