"Er nahm sich das Leben"

Was tagelang befürchtet worden war, wurde nun zur schrecklichen Gewissheit: Andrew Koenig, früherer TV-Star und Sohn von "Star Trek"-Legende Walter Koenig, ist tot. Der 41-Jährige hat sich das Leben genommen.

Es war das Jahr 1985, als die Serie “Unser lautes Heim” in den USA ihre Premiere feierte. Die Sitcom um die Familie Seaver schaffte es insgesamt zu sieben Staffeln, bis sie 1992 eingestellt wurde. Vier Jahre lang war auch Richard Boner, der beste Freund von Seaver-Sohn Mike, ein fixer Bestandteil der Serie; er wurde von Andrew Koenig verkörpert, dem Sohn von Schauspieler Walter Koenig, der als Mister Chekov aus der Serie “Enterprise” und den folgenden “Star Trek”-Filmen auch hierzulande gut bekannt ist. Andrew stieg 1989 aus “Unser lautes Heim” aus und wollte sich anderen Projekten widmen – doch schaffte er es nie mehr, an die früheren Erfolge anzuknüpfen.

Erst als die Aufregung um das Verschwinden des mittlerweile 41-Jährigen nun groß wurde, widmeten sich die Medien wieder dem ehemaligen Fernsehstar.

Depressiv

Andrew Koenig war am 16. Februar 2010 in Vancouver spurlos verschwunden, nachdem er seine Wohnung in Los Angeles aufgegeben hatte und in die kanadische Metropole gereist war. Da Andrew an Depressionen litt, laut seiner Familie aber entgegen dem ärztlichen Rat die Medikamente gegen seine Krankheit abgesetzt hatte, machte man sich verständlicherweise große Sorgen.

Und nun musste Andrews Vater öffentlich das bestätigen, was man bereits davor befürchtet hatte: “Mein Sohn hat sich das Leben genommen”, erklärte Walter Koenig in einer Pressekonferenz. Diese wurde im Stanley Park von Vancouver angehalten, in dem die Leiche seines Sohnes kurz zuvor entdeckt worden war. Der Körper wurde im dichten Unterholz des Parks gefunden, der zu Andrews Lieblingsplätzen in der Stadt gehörte; der Schauspieler hatte einst in Vancouver gelebt und war immer wieder gerne in die Olympia-City zurückgekehrt.

Wie sich Andrew Koenig das Leben nahm, ist nicht bekannt. Sein Vater meinte in Rahmen der Pressekonferenz nur bezüglich seiner Krankheit: “Offensichtlich erfüllte ihn großer Schmerz”. Und Walter richtete einen verzweifelten Appell an alle, die ebenfalls aufgrund von Depressionen völlig am Ende sind: “Ihr sollt wissen, dass es Menschen gibt, die sich wirklich um euch sorgen. Das mag euch vielleicht nicht reichen, aber bevor ihr die endgültige Entscheidung trefft, sprecht noch mit jemandem.”

(seitenblicke.at/Foto: walterkoenigsite.com)

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