"Er ist am Ruhm zerbrochen"

Ein Saufexzess jagt den nächsten. Jetzt macht sich auch Manager Herbert Fechter um David Hasselhoff Sorgen. Schließlich ist er mit dem ?Knight Rider?-Star befreundet und kennt die Gründe für dessen Absturz.

In den beliebten TV-Serien “Knight Rider” und “Baywatch” rettete er Menschenleben, jetzt braucht er selbst dringend einen Rettungsring. Seit Jahren kämpft Hasselhoff gegen seine Alkoholsucht, erleidet immer wieder schwere Rückfälle.

Tiefer Fall

Das schockiert nicht nur seine Fans. Auch der Wiener Starmanager Herbert Fechter ist betroffen. Er ist mit dem Schauspieler seit fast 30 Jahren eng befreundet und äußert sich erstmals über die Alkoholerkrankung seines Starfreundes. “David war nach seinen TV-Erfolgen so unfassbar populär und verkraftete es nicht, dass der Hype irgendwann vorbei war. Er ist am Ruhm zerbrochen”, sagt Fechter. Woher kennt Fechter denn den ?Knight Rider?-Star so gut? Ende der 80er-Jahre lag Hasselhoffs Song “I?ve Been Looking for Freedom” auf Platz eins der Charts. Herbert Fechter holte Hasselhoff erstmals nach Österreich und organisierte seine Europatour. Seither stehen beide privat in regelmäßigem Kontakt. Warum David in den vergangenen Jahren trotz seiner Erfolge so tief fallen konnte, ist für “Herbie” ? wie Fechter von Hasselhoff liebevoll genannt wird ? alles andere als ein Rätsel.

Denn: “Er hat ein Problem mit dem Altern. Er konnte sich nie damit abfinden, dass er als Star ein Ablaufdatum hat”, sagt Fechter. Außerdem leide Hasselhoff wahnsinnig darunter, dass er es nicht geschafft hat, seine Familie zusammenzuhalten. Seit 2006 ist Hasselhoff von Pamela Bach, der Mutter seiner geliebten Töchter Taylor Ann,19, und Hayley Amber, 17, geschieden.

Alles wirft ihn aus der Bahn

“David selbst ist extrem wohlbehütet aufgewachsen und hätte seinen Töchtern gern ein normales Familienleben geboten”, analysiert Fechter. “Er ist im Grunde ein herzensguter Lodsch”, so Fechter weiter. Wieso? Weil Hasselhoff zu jenen Stars zählt, die im Laufe ihrer Karriere immer den “good guy” gespielt haben. “David ist privat wie ein großes Kind. Er geht mit einer sehr positiven, fast naiven Lebenseinstellung durch den Alltag.”

Verständlich also, dass ihn schon die kleinste Krise völlig aus der Bahn wirft. Zwar war Hasselhoff schon vor Jahren, als er noch gemeinsam mit Fechter um die Häuser zog, kein Kind von Traurigkeit. “David hat auf Partys immer voll die Sau rausgelassen.” Nur: Damals war es noch keine Sucht. Schließlich erforderte sein Job Disziplin. Erst als die Arbeit ausblieb, gewann der Alkohol die Überhand. “Und der ist bekanntlich der denkbar schlechteste Begleiter für einen an Aufmerksamkeitsdefizit leidenden Star”, doziert Fechter. Er jedenfalls erkundigt sich regelmäßig alle paar Wochen nach dem Befinden seines Freundes und wünscht ihm von Herzen, dass er seine Krankheit überwindet.

(seitenblicke.at/Foto:AP)

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