Entscheidungen von Führungskräften nicht rational fundiert

Nur jeder zehnte Manager glaubt, die notwendigen Informationen für kritische Business-Entscheidungen zu haben. Zu diesem Ergebnis kommt eine aktuelle Studie der Forschungsabteilung des "Economist".

Die Studie wurde vom Software-Anbieter Business Objects in Auftrag gegeben. Weltweit wurden dafür 154 so genannte C-Level-Entscheider (Vorstandsebene) befragt.

Laut der Studie treffen mehr als die Hälfte der befragten Manager ihre Entscheidungen größtenteils informell und aus dem Stegreif. Und das, obwohl acht von zehn Befragten angeben, Informationen als den wichtigsten Entscheidungsfaktor anzusehen – noch vor der Meinung anderer, der eigenen Intuition oder externer Beratung.

„Das sind ernüchternde Ergebnisse“, mein John Schwarz, Chef von Business Objects in einer Presseaussendung. Es werde bei der Studie von Business-Entscheidungen geredet, bei denen Unternehmen „nicht nur sehr hohe Geldsummen“, sondern auch den Wettbewerbsvorteil „verlieren können“, so Schwarz weiter.

Die Studie ergab außerdem, dass die Hälfte der Befragten befürchtet, aufgrund fehlender oder nicht ausreichender Informationen falsche Entscheidungen zu treffen. Ein Viertel der Führungskräfte glaubt sogar, dass das Management oft oder immer die falschen Entscheidungen trifft.

Tatsache sei, dass den Führungskräften die Informationen, die sie für komplexe Entscheidungen brauchen, „nicht zur Verfügung stehen“, erläutert Schwarz. Daher seien die Manager gezwungen, „sich auf ihr Bauchgefühl zu verlassen.“ Nach Schwarzs Ansicht müssten Führungskräfte „mehr Transparenz“ von ihren Unternehmen verlangen, um den richtigen Entschluss fassen zu können.

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