Entgleister Zug sechs Kilometer außer Kontrolle

Dutzende Autos wurden zerstört
Dutzende Autos wurden zerstört ©APA (Archiv/Mohr)
Der in Braz (Bezirk Bludenz) entgleiste Pkw-Transportzug war auf einem Abschnitt von sechs Kilometern außer Kontrolle, ehe er aus den Schienen sprang. Das haben laut ORF die Auswertung der Blackbox und erste Aussagen des Lokführers ergeben. In dieser Zeit beschleunigte die Zuggarnitur von 60 auf 125 km/h.

Nach Angaben der Bundesanstalt für Verkehr zufolge war der Zug ab Bahnkilometer 122,3 völlig außer Kontrolle. Wie bereits am Donnerstag bekanntwurde, war eine Bremsleitung abgerissen. Etwa sechs Kilometer weiter – nämlich bei Bahnkilometer 128,2 – wurde der 548 Meter lange und 777 Tonnen schwere Pkw-Transportzug schließlich aus dem Gleis katapultiert. Den Aufzeichnungen der Blackbox gemäß durchfuhr der Zug den entsprechenden Abschnitt in vier Minuten und beschleunigte dabei von ursprünglich 60 auf 125 Stundenkilometer.

Der Lokführer habe alles Mögliche unternommen, um das Tempo der Zuggarnitur zumindest zu drosseln, wurde Peter Urbanek zitiert. Als sich jedoch alle seine Unterfangen als aussichtslos erwiesen hätten, habe sich der Lokführer im Maschinenraum in Sicherheit gebracht. Der Mann habe nur mit unglaublichem Glück überlebt – er kam mit Prellungen und einem schweren Schock davon.

Nach aktuellem Stand der Dinge bleibe es bei Dienstagabend als Freigabetermin für die Arlbergbahnstrecke. Auf der Arlbergstrecke bei Braz war in der Nacht auf Mittwoch im sogenannten “Brazer Bogen” ein Autozug entgleist. Zehn der 16 Waggons des Pkw-Transportzugs wurden aus den Schienen gehoben und wie viele der geladenen Autos auf und neben den Bahndamm geschleudert.

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