Entführte britische Segler wieder aufgetaucht

Eine Woche nach seiner Entführung durch somalische Piraten ist ein britisches Seglerpaar wieder aufgetaucht. Das leere Boot sei am Vortag gesichtet worden, teilte das britische Verteidigungsministerium am Donnerstag mit. Zugleich meldete sich der entführte Mann Paul Chandler per Telefon. "Ich habe geschlafen, als Männer mit Waffen an Bord kamen", erzählte er dem britischen Sender ITV.

Chandler und seine Frau würden als “Geiseln” auf einem gekaperten Containerschiff nahe der somalischen Küste gehalten. Die Jacht “Lynn Rival” war demnach am vergangenen Freitag in den frühen Morgenstunden auf dem Weg von den Seychellen nach Tansania gekapert worden. Das Ministerium in London erklärte, die Bemühungen um eine Freilassung liefen auf Hochtouren. Es gebe “keinen Grund” anzunehmen, dass das Paar aus Südengland verletzt worden sei.

Das Gespräch mit Chandler fand am Donnerstagnachmittag (Ortszeit) statt. Der 59-Jährige sagte weiter, er und seine Frau würden rund zwei Kilometer vor der Küste auf dem Schiff “Kota Wajah” gehalten, das in Singapur registriert sei. Die Piraten hätten offiziell kein Lösegeld gefordert. “Sie haben alle Wertsachen an Bord (der Jacht) mitgenommen”, sagte Chandler. Fischer in Somalia berichteten nach Angaben der britischen Nachrichtenagentur PA, dass das Paar später an Land gebracht worden sei.

  • VIENNA.AT
  • Chronik
  • Entführte britische Segler wieder aufgetaucht
  • Kommentare
    Kommentare
    Grund der Meldung
    • Werbung
    • Verstoß gegen Nutzungsbedingungen
    • Persönliche Daten veröffentlicht
    Noch 1000 Zeichen