Endrunde im BAWAG Verkauf

Der Verkauf der Gewerkschaftsbank BAWAG ist ab Montag in der Endrunde.

In der Früh wird das vom ÖGB mit dem Verkauf der Bank beauftragte Investmenthaus Morgan Stanley der Gewerkschaftsspitze aus dem Kreis der sechs Kaufangebote eine Reihung der Bestbieter vorlegen.

Nach dieser vertraulichen Runde werden gegen Mittag Details erwartet, mit wem der ÖGB in die finalen Verhandlungen treten will.

Sechs verbindliche Übernahmeangebote für die fünftgrößte Bank Österreichs liegen seit voriger Woche vor. Die BAWAG war nach milliardenschweren Karibik-Spekulationen und nach der Pleite des US- Brokers Refco in schwere Turbulenzen geraten. Der ÖGB hat teure Haftungen für die Bank übernommen. Der hoch verschuldete Noch- Eigentümer muss damit weit mehr als zwei Mrd. Euro erlösen, um seine Schulden abzubauen und seinen dringenden Verpflichtungen nachzukommen.

Neben dem reinen Aktienkaufpreis hat der Käufer auch frisches Kapital aufzubringen, damit die angeschlagene Gewerkschaftsbank nach Erlöschen der 900 Mio. Euro schweren Bundesgarantie ausreichend kapitalisiert bleibt.

Die Angebote sind ausschließlich von internationalem Kapital dominiert. Ein rein österreichisches Angebot liegt nicht vor.

In der Favoritenrolle ist seit Wochen der amerikanische Fonds Cerberus, der Wüstenrot und Generali Versicherung mit im Boot hat. Aus Deutschland haben die Allianz Versicherung und die Bayerische Landesbank geboten. Im Rennen waren nach Angebotsschluss auch noch die internationalen Fonds Apollo, Lone Star und JC Flowers.

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