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Emissionsfrei über's Meer: In Zukunft für alle möglich?

Bei der Malizia, dem Schiff in dem Greta Thunberg segelt, steht Komfort im Hintergrund.
Bei der Malizia, dem Schiff in dem Greta Thunberg segelt, steht Komfort im Hintergrund. ©Andreas Lindlahr
"Malizia II" heißt jenes Schiff, mit dem sich sogar Greta Thunberg zu einer "Kreuzfahrt" über den Atlantik überreden lässt. Die 2015 erbaute völlig emissionsfreie Hochseeyacht erzeugt die notwendige elektrische Energie an Bord mit Solarpaneelen, Unterwasserturbinen sowie Propellern am Heck.
Thunberg schippert über den Atlantik

Noch ist "Malizia II" ein Unikat auf den Weltmeeren und in keiner Weise mit einem Kreuzfahrtschiff vergleichbar, dennoch zeigt sie den Weg in eine saubere Zukunft der Schifffahrt auf. Ein Weg, den bereits heute viele Werften und Reedereien eingeschlagen haben und den der österreichische Kreuzfahrtspezialist Austrian Cruise Center aktiv begleiten möchte.

Patrik Weitzer, Geschäftsführer des Austrian Cruise Centers, verfolgt die Trends der Kreuzfahrtindustrie seit Jahren ganz genau: "Es ist beeindruckend, mit welcher Geschwindigkeit Reedereien und Forschungsinstitutionen in aller Welt an Lösungen für saubere Kreuzfahrten arbeiten – auch in Österreich." So ist etwa das an der TU Graz angesiedelte europaweite Innovationsprojekt "HyMethShip" federführend in der Motorenentwicklung für die Schifffahrt. Das Ziel des mit 9,2 Millionen Euro dotierten Projektes ist eine Reduktion der Treibhausgas-Emissionen um 97 Prozent.

Die AIDAnova fährt mit 100 Prozent LNG-Erdgas. ©AIDA

Nicht nur am Reißbrett wird gerade die Schifffahrt revolutioniert, es gibt bereits etliche in Betrieb befindliche Schiffe, die neue Maßstäbe in Sachen Umweltverträglichkeit setzen. So ist etwa die im Dezember 2018 in Dienst gestellte "AIDAnova" das erste Kreuzfahrtschiff, das vollständig mit dem flüssigen Erdgas LNG betrieben wird. Für 3. November 2019 ist die Taufe des neuen Costa-Flaggschiffes "Costa Smeralda" geplant, auch dieses wird mit LNG-Technologie betrieben. Hurtigruten hingegen hat mit der "MS Roald Amundsen" soeben das erste von drei Hybrid-Schiffen mit 20 Preozent weniger Kraftstoffverbrauch in Dienst gestellt. Parallel bieten immer mehr Häfen den Schiffen Landstrom an, um während der Liegezeit Emissionen zu vermeiden.

Das Hybridschiff Roald Amundsen. ©Hurtigruten

Reisebüros tragen Verantwortung

Für Weitzer tragen Reisebüros und Veranstalter eine große Verantwortung für den weiteren Verlauf dieser Entwicklung: "Wir müssen unseren Gästen klar und ehrlich sagen, welche Auswirkungen welches Schiff und welche Route auf die Umwelt haben. "

Je mehr Reisegäste bei ihren Kreuzfahrten auf den Umweltfaktor ihrer Schiffe achten, desto rascher wird die Entwicklung nachhaltiger Schiffsreisen voranschreiten. Patrik Weitzer ist diesbezüglich optimistisch: „In einigen Jahren werden wir auch mit großen Schiffen weitgehend emissionsfrei unterwegs sein. Die Branche hat die Anregungen verstanden und auch die Kunden entscheiden sich schon bewusst für umweltfreundlichere Schiffe. So hoffen wir, dass auch dieses Reisesegment bald emissionsfrei wird. Hier gibt es noch viel zu tun.“

(Red.)

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