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Elsner war laut Arzt kränker als angenommen

„Herr Elsner war viel kränker, als es in der öffentlichen Wahrnehmung ist.“ meinte Herzchirurg Ernst Wolner, der den ehemaligen BAWAG-Chef und nunmehrigen Untersuchungshäftling Helmut Elsner am 21. Februar im Wiener AKH operiert hat.

Im Interview mit der „Kronen Zeitung“ nimmt er erstmals ausführlich zum Gesundheitszustand seines Patienten vor und nach dem schweren Eingriff Stellung.

Vor der Operation war Elsner Wolners Einschätzung nach nicht vernehmungsfähig – „außer die Justiz hätte wollen, dass er bei einem Verfahren einen Herzinfarkt hat“. Nach der erfolgreichen Setzung dreier Bypässe geht der Arzt davon aus, dass Elsner „wenn nicht irgend etwas Schreckliches passiert“ nach einer rund vierwöchigen Erholungsphase in einem Rehabilitationszentrum vernehmungsfähig sein wird.

Der Ex-Banker hatte nach Angaben seines Chirurgen „nicht nur eine Herzkranzgefäßerkrankung, sondern auch eine beträchtliche Schädigung des Herzmuskels“. Auch er selbst sei von den Befunden überrascht gewesen, sagte Wolner in der „Krone“: „Ich war vorher auch der Meinung, dass das Ganze nicht so arg sei.“ Auf die Frage, wann sein Patient der Justiz wieder zur Verfügung stehen wird, antwortete Wolner: „Also, bis diese Anklageschrift fertig ist, ist es auf jeden Fall so weit.“

Angesprochen auf die Klagen Elsners über seine Überstellung nach Österreich meinte der Herzchirurg: „Er war transportfähig und er hat wie jeder andere unterschrieben, dass er mit der Operation hier am AKH einverstanden ist. Er wurde nicht dazu gezwungen.“

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