Elsner-Auslieferung nächste Woche?

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Die französische Justiz hat am Mittwoch entschieden, dass die Anhörung des früheren BAWAG-Generaldirektors Helmut Elsner am kommenden Montag um 15 Uhr statt finden wird.

Wegen des angeschlagenen Gesundheitszustands des pensionierten Bankers wird die Anhörung im Spital erfolgen. Über die Auslieferung Elsners soll erst am kommenden Mittwoch, dem 27. September, entschieden werden. 

  Der Ex-BAWAG-Chef nahm an der Anhörung zu seiner Auslieferung nach Österreich am Mittwoch nicht teil. Das sagte der französische Generalanwalt der APA. Elsners Ärzte „haben es vorgezogen, Elsner nicht für den Transport ins Gericht freizugeben“, so der Generalanwalt. 

  Elsner befindet sich seit vergangenem Donnerstag in Südfrankreich in Haft. Die Sitzung wird nun eben am 25. September stattfinden. Auch wenn Elsner vorerst nicht ins Gericht kommen könne, bedeute das nicht, dass eine Befragung im Spital von den Ärzten abgelehnt werde, sagte der Jurist. Über den gesundheitlichen Zustand Elsners wollte sich der Generalanwalt nicht äußern, dies sei eine medizinische Frage, die von den Ärzten zu bewerten sei. 

  Der seit vergangenem Donnerstag in französische Haft befindliche Elsner wurde am Montag aus der Haftanstalt „Les Baumettes“ in ein öffentliches Spital eingeliefert. Der ehemalige Bankier wirke sichtlich angeschlagen, „sprunghaft“ und „psychisch verändert“, hieß es von Elsners Anwälten. 

  Justizminister Gastinger hatte unterdessen betonte, dass es keine Weisung im Zusammenhang mit der Verhaftung von Elsner gegeben habe. Sie appellierte an alle Parteien, die Justiz aus dem Wahlkampf raus zu halten. 

  In der Causa hat sich außerdem erstmals Elsners Frau zu Wort gemeldet. Für sie sei das „eine schreckliche Situation“, sagte Ruth Elsner im „ORF“ am Dienstagabend. Sie hoffe, dass ihr Mann „die Kraft hat, psychisch und physisch, um das alles durchzustehen“.

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