Eloop misst Luftverschmutzung mit Elektroautos in Wien

Der Wiener Carsharing-Anbieter Eloop misst Luftverschmutzung mit Elektroautos
Der Wiener Carsharing-Anbieter Eloop misst Luftverschmutzung mit Elektroautos ©Pixabay (Sujet)
Der Carsharing-Anbieter Eloop setzt seit August in der Bundeshauptstadt auf eine reine Elektroautoflotte. Der Fuhrpark des Wiener Start-Ups ist mit Sensoren ausgestattet, die unter anderem verschiedene Luftqualitätsdaten erheben können.
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Neuer Carsharing-Anbieter Eloop
Neuer Carsharing-Anbieter Eloop

"Wir wollen Wien dabei unterstützen, eine ‚Smart City‘ zu werden. Als Mobilitätsdienstleister verstehen wir darunter, dass der Nutzen eines Fortbewegungsmittels maximiert werden muss. Zum einen erzielen wir das durch die Bereitstellung von Elektroautos in einem Carsharing-System. Zum anderen dadurch, dass wir die Flotte als mobile Messstationen verwenden, mit welchen verschiedene Luftqualitätsdaten erhoben und angeboten werden", betont Nico Prugger, CEO von Eloop.

E-Autos als mobile Messstationen

Das Start-Up betreibt seit August einen Carsharing-Service mit Elektroautos in Wien. Nun hat das Unternehmen seinen Fuhrpark mit Sensoren ausgestattet, mit denen unterschiedliche Feinstaubwerte (PM 1, PM 2.5, PM 10), Luftdruck, Luftfeuchtigkeit und Temperatur gemessen werden. Zukünftig sollen auch Werte zu Stickoxiden, Kohlenmonoxiden und Lärm erhoben werden. Eloop will dadurch eine Echtzeitkarte mit Luftverschmutzungs-, Wetter- und Lärmdaten erstellen. Laut dem Start-Up eignen sich reine E-Autos besonders gut für Luftqualitätsmessungen, da diese die Messergebnisse nicht durch den eigenen Ausstoß verfälschen.

Feinstaub liegt im Fokus der Messungen

Bei den derzeitigen Messungen konzentriert sich das junge Unternehmen vor allem auf die Feinstaubwerte. Als Grund wird genannt, dass die Feinstaubbelastung geographisch sehr stark variiert. Nach Angaben von Eloop, werden von der Stadt Wien derzeit nur durchschnittliche Werte aus stationären Messungen errechnet. Damit Feinstaub-Hotspots dargestellt werden können, bedarf es mobiler Sensoren, welche sich permanent und flächendeckend innerhalb eines Untersuchungsgebietes bewegen. Das versucht der Carsharing-Anbieter zu erzielen, indem die Messungen während den Fahrten durch die User erfolgen. So soll möglichst das ganze Wiener Stadtgebiet dauerhaft "gescannt" werden.

Zusatznutzen soll Carsharing günstiger machen

Der Mobilitätsdienstleister will aus der Umweltdatenerhebung ein Geschäftsmodell machen und damit die Preise des Carsharing-Angebots reduzieren. Damit soll das Kerngeschäft für eine breitere Masse attraktiv werden. Derzeit konzentriert sich die Wiener Firma auf Stunden- und Tagesvermietungen. Der Fuhrpark besteht aus BMW i3s, elektrischen Smarts und Renault Zoes. 2020 will das Start-Up auch elektrische Transporter in den Service mitaufnehmen.

Eloop: Das Wiener Start-Up im Überblick

Eloop ist eine Marke der Caroo Mobility GmbH. Das Wiener Start-Up hat sich auf urbane und nachhaltige Mobilitätslösungen spezialisiert. Eloop konzentriert sich dabei vor allem auf elektrische Carsharing-Modelle, auf das Sammeln und Verarbeiten von Umweltdaten und Blockchain-Anwendungen im Mobilitätssektor.

Weitere Informationen finden Sie auf der Eloop-Website.

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