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Elf geistig Behinderte missbraucht

Symbolfoto &copy Bilderbox
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34-jähriger Niederösterreicher suchte sich seine Opfer im Penzinger Otto-Wagner-Spital - er verfolgte sie in ihre Wohnungen oder verschleppte sie ins Weinviertel.

Ein 34-jähriger Niederösterreicher soll elf geistig behinderte Frauen sexuell missbraucht haben. Er sprach laut Polizei seine Opfer jeweils im Otto-Wagner-Spital auf der Baumgartner Höhe in Wien-Penzing an und begleitete die Frauen entweder in deren Wohnung oder nahm sie in sein Haus in einem Ort im Weinviertel mit.

Der einschlägig vorbestrafte Wolfgang A. war bereits am 20. Dezember in Wien verhaftet worden, am Mittwoch wurden die Erhebungen laut Mag. Josef Koppensteiner vom Kriminalkommissariat West abgeschlossen. Der Niederösterreicher ist geständig. Nicht auszuschließen sei, dass es noch weitere Geschädigte gebe. Hinweise dazu erbittet die Polizei unter der Wiener Telefonnummer 31310/25-800 DW. Der Mann hatte wegen Sexualdelikten bereits mehrfach kürzere Haftstrafen abgesessen, jetzt drohen ihm laut dem Polizeijuristen mehrere Jahre Gefängnis.

Tagebuch mit Namen der Opfer

Die Kriminalisten fanden im Haus des mutmaßlichen Täters im Weinviertel ein Tagebuch mit genauen Aufzeichnungen über die Vornamen der Opfer und über die Dauer der Treffen. Beschreibungen der sexuellen Übergriffe seien darin aber nicht enthalten, berichtete Koppensteiner. Die ersten Eintragungen in diesem Tagebuch lägen bereits Jahre zurück, A. könne sich nicht mehr an alle Opfer erinnern, was die Ausforschungen weiterer Geschädigter erschwere.

Die der Polizei bekannten elf Frauen sind geistig schwer behindert, und könnten, so Koppensteiner, „weder zwischen Recht und Unrecht unterscheiden noch die Bedeutung von Geschlechtsakten erkennen“.

Eine Patientin war von Freitag bis Montag verschollen

Aufgeflogen war der Fall Mitte Dezember 2003, nachdem eine Patientin des Pavillon zehn von Freitag bis Montag abgängig gewesen war. Bei ihrer Rückkehr hatte sie im Rahmen einer Befragung durch einen Arzt den Namen Wolfgang erwähnt und auch beschreiben können, was sie mit ihm am Wochenende gemacht habe. Eine Krankenhaussprecherin erklärte, man habe daraufhin sofort Anzeige erstattet.

Der Portier des Otto-Wagner-Spitals erinnerte sich an den Mann und konnte ihn beschreiben. Darüber hinaus gab er den Hinweis auf eine zweite Frau, die auch mit „Wolfgang“ immer wieder unterwegs gewesen sei. Beim Blick in die Polizei-Kartei sei man auf den einschlägig vorbestraften A. gestoßen, so Koppensteiner.

Laut der Krankenhaus-Sprecherin seien derartige Vorfälle „sehr schwer“ zu verhindern. Es sei nicht möglich, jeden Besucher zu kontrollieren. Außerdem verwies sie auf die Größe der Anstalt: Sie hat etwa die selbe Fläche wie die Wiener Innenstadt.

Redaktion: Bernhard Degen

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