EL: Sturm Graz unterlag Dinamo Bukarest 0:1

Der SK Sturm Graz hat am Donnerstagabend in der Fußball-Europa-League einen Fehlstart hingelegt. Die Steirer mussten sich in der ausverkauften UPC-Arena im Auftaktspiel der Gruppe F Dinamo Bukarest mit 0:1 geschlagen geben. Den entscheidenden Treffer erzielte Gabriel Tamas erst in der 81. Minute.
Spielszenen aus Graz

Für die Elf von Coach Franco Foda, die lange Zeit enttäuschte und erst in der Schlussphase wirklich gefährlich wurde, war es die erste Niederlage auf europäischer Ebene nach zwölf Spielen bzw. seit dem 1:3 gegen den VfL Wolfsburg im Intertoto-Cup (Juli 2005).

Die Grazer wirkten von Beginn an sehr nervös und waren bei strömendem Regen in der UPC-Arena vor der Pause überhaupt nicht im Spiel. Die Rumänen kamen mit den schweren Bodenverhältnissen deutlich besser zurecht, waren nach einem gegenseitigen Abtasten zu Beginn zweikampfstärker, angriffslustiger und hatten deutlich mehr vom Spiel. Sturm-Goalie Christian Gratzei stand daher mehrmals im Mittelpunkt. Der ÖFB-Teamgoalie konnte Schüsse von Alexe (18.), Torje (24.) und N’Doye (36.) jeweils bravourös zur Ecke abwehren. Die beste Möglichkeit der Gäste machte Innenverteidiger Schildenfeld zunichte, der nach einem Cristea-Schuss, einer Gratzei-Abwehr sowie einem N’Doye-Nachschuss per Kopf auf der Linie rettete (37.).

Die Steirer, die auch bei einem allerdings zurecht wegen knappem Abseits aberkannten Treffer von Cristea Glück hatten (28.), kamen nur zweimal halbwegs gefährlich vor das Tor der Rumänen. Nach einem Jantscher-Stangelpass rettete Dinamo-Goalie Dolha vor Hölzl (25.) und nach einer Jantscher-Flanke fiel ein Hlinka-Kopfball zu leicht und direkt auf Dolha aus (36.).

In der Pause dürfte Coach Franco Foda seine Mannen zumindest etwas wachgerüttelt haben, Daniel Beichler und Co. kamen nämlich deutlich agiler und mutiger aus der Kabine. Das sonst in dieser Saison so gefährliche Quartett Muratovic, Beichler, Jantscher und Hölzl war diesmal allerdings trotzdem nur ein Schatten seiner selbst und konnte sich in der Offensive kaum entscheidend in Szene setzen. Der 18-fache rumänische Meister kontrollierte die Partie mit Fortdauer der zweiten Hälfte immer mehr.

Ab der 72. Minute gab Klemen Lavric sein Debüt im Dress der “Blackies”. Foda wechselte den 25-fachen slowenischen Teamstürmer für den farblos gebliebenen Beichler ein. Und der Neo-Stürmer brachte nochmals ordentlich frischen Wind. Unabhängig davon gingen aber die Gäste in Front. Nach einem Corner traf Tamas mit einem Schuss vom 16er trocken zum 1:0 (81.). Die Grazer drängten in der Folge noch auf den schmeichelhaften Ausgleich, der aber nicht mehr fiel. Lavric schoss ins Außennetz, nachdem Hölzl und Bukva am Ball vorbeigefahren waren (89.) und setzte einen Weitschuss auch noch knapp über die Latte (93.). In der 89. Minute hatten die Gastgeber zudem bei einem Foul an Hölzl vergebens Elfmeter reklamiert. Für die Grazer geht es am 1. Oktober mit dem Auswärtsspiel bei Galatasaray Istanbul weiter.

Fußball-Europa-League – Gruppe F, 1. Runde
SK Sturm Graz – Dinamo Bukarest 0:1 (0:0)
UPC-Arena, 15.320 (ausverkauft)
SR Tony Asumaa/FIN.

Tor: 0:1 (81.) Tamas

Sturm: Gratzei – Sonnleitner, Feldhofer (83. Bukva), Schildenfeld,
Kandelaki – Hölzl, Weber (83. Hassler), Hlinka, Jantscher – Beichler
(72. Lavric), Muratovic

Bukarest: Dolha – Scarlatache, Tamas, Goian, Diabate – Torje (80.
Kalanga), N’Doye, Kone (92. Bostina), Adrian Cristea (76. Niculescu)
– Andrei Cristea, Alexe

Gelbe Karten: Beichler bzw. N’Doye, Goian
Die Besten: Gratzei, Hlinka, Schildenfeld bzw. N’Doye, Kone, Adrian Cristea

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