EL: Rapid will es gegen Aston Villa noch einmal schaffen

Rapid peilt am Donnerstag (18.45 Uhr/live ORF1) im ausverkauften Hanappi-Stadion im Play-off zur Europa League gegen Aston Villa wie im Vorjahr eine Sensation an.

2009 wurde der Premier-League-Club dank eines 1:0 in Wien und eines 1:2 in Birmingham aus dem Bewerb geworfen, womit sich erstmals in der Europacup-Geschichte eine österreichische Mannschaft gegen ein englisches Team durchsetzte.

“Villa-Killer” Jelavic ist dabei

Beide Treffer für Rapid erzielte damals Nikica Jelavic, der allen Transfergerüchten zum Trotz in beiden Partien gegen Villa zum Einsatz kommen wird. Vor einem Jahr in Wien traf der Kroate bereits nach 16 Sekunden. “Ein schnelles Tor wäre wieder sehr schön. Es muss ja nicht nach 16, sondern kann auch nach 17 oder 18 Sekunden sein”, schmunzelte Steffen Hofmann.

Aston Villa mit Respekt…

Die Engländer werden Rapid wohl nicht noch einmal unterschätzen. Neo-Coach Kevin MacDonald hat sich nach eigenen Angaben intensiv mit den Hütteldorfern beschäftigt. “Wir spielen vor einer tollen Kulisse gegen ein gut organisiertes Team. Rapid hat mit Jelavic und Hofmann zwei sehr gute Spieler und außerdem dynamische Flügelspieler”, sagte MacDonald.

…aber ohne zahlreiche Stammspieler

Aston Villa reiste allerdings ohne zahlreiche Stammspieler an. Im Kader für das Play-off-Hinspiel fehlen neben dem zu Manchester City transferierten James Milner auch arrivierte Kicker wie Ashley Young, John Carew, Stiljan Petrow, Gabriel Agbonlahor, Luke Young, James Collins, Steve Sidwell, Carlos Cuellar und Richard Dunne. Letzterer muss noch eine Sperre aus seiner Zeit als ManCity-Spieler absitzen, der Rest laboriert an eher kleineren Blessuren.

Youngsters sollen Chance bekommen

Mit dabei ist dafür Ex-Rapidler Andreas Weimann, der ebenso wie einige weitere Villa-Youngsters gegen Rapid eine Chance bekommen könnte. Trainer Kevin MacDonald hält viel vom Villa-Nachwuchs, mit dem er selbst jahrelang zusammenarbeitete. “Jetzt wird man sehen, ob sie schon für die Kampfmannschaft bereit sind”, erklärte der Nachfolger von Martin O’Neill.

Pacult deutet 4-4-2 an

Rapid-Trainer Peter Pacult wünscht sich ein Resultat, “mit dem wir guter Hoffnung in einer Woche nach Birmingham reisen können”. Um dies zu schaffen, schickt der Wiener nach eigenen Angaben eine Mannschaft mit einem 4-4-2-System aufs Feld. Mit dieser Taktik war 2009 der Heimsieg gelungen, auswärts bewährte sich allerdings die 4-2-3-1-Formation, die danach auch in der Gruppenphase zur Anwendung kam.

“Villians” besser als 2009?

Trotz Optimismus: “Wir müssen schon die Kirche im Dorf lassen. Aston Villa ist noch immer ein Club aus der englischen Premier League, der in der letzten Meisterschaft Liverpool hinter sich gelassen hat”, zeigte Pacult Respekt. So sei etwa der körperliche Zustand der “Villians” heuer viel besser als noch im Vorjahr.

Villas Geheimwaffe?

Besonders beeindruckt war Pacult auch vom 20-jährigen rechten Flügel Marc Albrighton, der beim 3:0-Sieg gegen West Ham alle drei Tore vorbereitete. “Er ist schnell, unbekümmert und macht viel Dampf.” Die Aston-Villa-Delegation landete am Mittwochnachmittag in Wien-Schwechat, schon davor ließ der vorläufige Interimscoach Kevin MacDonald wissen, dass man das Spiel ernst nehmen werde. “Wir hoffen auf ein gutes Resultat. Wir haben gegen Rapid noch etwas gutzumachen und würden uns auf die Teilnahme an der Gruppenphase freuen, weil dann viele junge Spieler Erfahrung sammeln könnten.”

Weimann auf der “falschen” Seite

Einer der Jungen ist Andreas Weimann. Der 19-jährige Wiener steht nun vor einem ganz besonderen Spiel, die Sympathien für seinen Ex-Club will er zumindest für Donnerstag beiseitelegen. “Wir haben sicher eine gute Chance auf den Aufstieg. Aber es wird schwierig, denn die Fans werden voll hinter Rapid stehen. Für sie ist es so etwas wie das Spiel des Jahres.”

Aston Villa wird im Hanappi-Stadion nur von 183 mitgereisten Fans unterstützt. Der Rest der 400 georderten Tickets wurde an die Hütteldorfer zurückgegeben, weshalb 17.500 Rapid-Anhänger im Stadion sitzen werden.

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