El Kaida plante angeblich Anschläge

Die Luftpiraten vom 11. September haben einem Zeitungsbericht zufolge zunächst erwogen, gekaperte Flugzeuge in US- Kernkraftwerke zu steuern.

Wie die britische „Sunday Times“ unter Berufung auf zwei führende Mitglieder der Organisation El Kaida berichtete, wurde diese Idee jedoch verworfen, weil man befürchtet habe, die Lage „würde außer Kontrolle geraten“.

Die Zeitung zitierte aus einer Dokumentation des Chefreporters des arabischen Nachrichtensenders Al Jazeera, Josri Fuda, der die El- Kaida-Mitglieder Ramsi bin Shaiba und Khaled el Scheich Mohammed in der pakistanischen Hafenstadt Karachi interviewt habe. Der genaue Zeitpunkt des Interviews wurde nicht mitgeteilt, es hieß lediglich, es sei „kürzlich“ geführt worden.

Al Jazeera hatte den ersten Teil der Dokumentarserie Fudas am Donnerstag gezeigt. In dem zweiten Teil, der am kommenden Donnerstag ausgestrahlt werden soll, werden die beiden El-Kaida-Mitglieder Al Jazeera zufolge bekennen, dass die Organisation für die Anschläge vom 11. September verantwortlich ist.

Damals hatten 19 mutmaßliche Moslem-Extremisten vier Passagiermaschinen entführt. Zwei lenkten sie in die Zwillingstürme des World Trade Centers in New York und brachten sie zum Einsturz. Eine Maschine stürzte in das US-Verteidigungsministerium bei Washington, eine auf unbewohntes Gebiet im Bundesstaat Pennsylvania.

Bis heute ist unklar, welches Ziel dieses Flugzeug hatte. Laut „Sunday Times“ hätten die El-Kaida-Mitglieder nun das Kapitol in Washington, Sitz des US-Kongresses, genannt. Insassen der Maschine hatten vermutlich versucht, die Entführer zu überwältigen. Daraufhin stürzte das Flugzeug ab.

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