Eiskalter KAC siegt in Wien 5:4

Eiskalt blieb der KAC in Wien: Die Kärntner siegten im Spitzenspiel gegen die Capitals mit 5:4 und wehrten damit den Angriff der Wiener auf die Tabellenführung ab. Bilder  | Video 

Der KAC wird wohl als Nummer eins der Erste Bank Eishockey Liga (EBEL) ins Viertelfinal-Play-off ab 17. Februar gehen. Der Rekordmeister aus Klagenfurt geht nach dem Sieg in Wien mit vier Punkten Vorsprung auf die Vienna Capitals in die letzten drei Runden des Grunddurchgangs.

Der KAC, dessen Vorsprung nach zwei Niederlagen in Folge geschmolzen war, erwischte vor 4.500 Fans in der ausverkauften Schultz-Halle keinen guten Start. Torhüter Travis Scott kassierte eine 2-plus-2-Minuten-Strafe, die die Caps zur Führung durch Doug Lynch (3.) nützten. Benoit Gratton erhöhte ebenfalls im Powerplay auf 2:0, ehe der KAC ins Spiel fand. Noch im ersten Drittel gelang Paul Schellander im Überzahlspiel 5-gegen-3 der Anschlusstreffer (18.), 36 Sekunden nach Wiederbeginn schaffte Warren Norris den Gleichstand. Chris Harand bezwang in der 29. Minute Torhüter Labbe zum dritten Mal.

Juha Riihijärvi gelang für die Caps noch einmal der Ausgleich (31.), im Schlussdrittel sorgten aber Craig in Überzahl und Hager in Unterzahl mit einem Doppelschlag innerhalb 2:36 Minuten für die Vorentscheidung. Die Wiener hatten danach eine 5-3 Überzahl, der Anschlusstreffer zum 5:4 fiel aber erst fünf Sekunden nach Ablauf der 5-3 Situation durch Darcy Werenka (51.). Die Caps versuchten in der Schlussphase alles, um noch einmal den Ausgleich zu erzielen. In der letzten Minute ging auch Goalie Labbé vom Eis, es reichte aber nicht mehr. Der KAC ging auch im dritten Spiel in dieser Saison in der Schultz-Halle als Sieger vom Eis.

Kevin Gaudet (Trainer Vienna Capitals): “Es war das erwartete Spitzenspiel. Wir waren im ersten Drittel die klar bessere Mannschaft und haben den KAC dominiert. Danach haben uns die vielen Strafen aus dem Rhythmus gebracht und der KAC hat jede Chance eiskalt genützt. Am Schluss hatten wir zwar noch die große Ausgleichschance, es sollte aber nicht sein. Wir hätten uns zumindest ein Unentschieden verdient. Am Donnerstag gegen Innsbruck brauchen wir noch einen Punkt, um sicher Zweiter zu sein. Und den werden wir auch holen.”

Innsbruck bucht Playoff-Ticket
Nur noch 800 Zuschauer, der härteste Kern der Innsbrucker Anhänger, hat den Weg in die Wasserkraftarena gefunden. Die Zuhausegebliebenen hatten wenig versäumt. Die Innsbrucker gewannen ohne zu überzeugen gegen Linz mit 3:2. Damit sicherten sich die Tiroler drei Runden vor Schluss des Grunddurchganges endgültig die Play-off-Teilnahme, da Laibach gegen Salzburg in der Verlängerung 3:4 verlor.

Ergebnisse der 51. Runde der Erste Bank Eishockey Liga (EBEL) vom Dienstag:

Vienna Capitals – KAC 4:5 (2:1,1:2,1:2)
Wien, Albert-Schultz-Halle, 4.500 (ausverkauft), SR Cermenak
Tore: Lynch (3./PP), Gratton (14./PP), Riihijärvi (31.), Werenka (51./PP) bzw. Schellander (18./PP), Norris (21.), Ch. Harand (29.), Craig (44./PP), Hager (46./SH)
Strafminuten: 20 bzw. 22 plus zehn Disziplinar Hager

HC TWK Innsbruck – EHC Liwest Linz 3:2 (1:1,0:1,2:0)
Innsbruck, Tiroler Wasserkraftarena, 800, SR Tschebull
Tore: Woger (2.), Murray (53.), Henderson (57.) bzw. Leahy (19./SH), Iberer (34.)
Strafminuten: 10 bzw. 14 plus 10 Disziplinar R. Lukas

VSV – HK Jesenice 6:2 (2:2,3:0,1:0)
Villacher Stadthalle, 3.100, Bogen
Tore: Kaspitz (3.), T. Raffl (7./PP, 29.), Ferland (26./PP), Cavanaugh (35.), M. Raffl (48.) bzw. D. Rodman (4., 8.)
Strafminuten: 10 bzw. 12 plus 10. M. Rodman

Alba Volan Szekesfehervar – Graz 99ers 4:3 (2:0,2:1,0:2)
Szekesfehervar, 2.600, Trilar
Tore: Palkovics (7./PP), Fekete (10., 22.), Vaszjunyin (40.) bzw. Ulmer (26., 49.), Herzog (52.)
Strafminuten: 14 bzw. 12

Olimpija Laibach – Red Bull Salzburg 3:4 n.V. (1:1,1:0,1:2;0:1)
Laibach, 2.200, SR Jelinek. Tore: Music (3./PP), Vnuk (23.), Banham (53./PP) bzw. Sweatt (17./PP, 47./PP), Foster (44., 62.)
Strafminuten: 18 bzw. 18

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