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Eishockey: Österreich tankt bei WM-Generalprobe gegen Kanada Selbstvertrauen

Österreich musste sich gegen Kanada mit 5:7 geschlagen geben.
Österreich musste sich gegen Kanada mit 5:7 geschlagen geben. ©APA
Trotz der 5:7-Niederlage gegen Kanada am Dienstag in Wien konnte die österreichische Eishockey-Nationalmannschaft Selbstvertrauen aus dem Spiel mitnehmen. Das soll bei der WM in der Slowakei Flügel verleihen.
Österreich gegen Kanada

Vier Tage vor dem ersten WM-Spiel in Bratislava hat Österreichs Eishockey-Nationalmannschaft trotz einer Niederlage noch einmal Selbstvertrauen getankt. Die ÖEHV-Auswahl musste sich am Dienstag in Wien Rekordweltmeister Kanada mit 5:7 (2:2,2:4,1:1) geschlagen geben, erzielte aber erstmals in der Geschichte mehr als drei Tore gegen eine Auswahl aus dem Mutterland des Eishockey.

Die Mannschaft von Roger Bader hielt vor 4.300 Zuschauer die Partie fast zwei Drittel lang offen und ging durch Alexander Rauchenwald (10.), Fabio Hofer (15.), Thomas Raffl (26.) und Alexander Cijan (34.) viermal in Führung. Im Finish traf auch Manuel Ganahl (50.). Letztlich setzte sich die Klasse der NHL-Auswahl aber standesgemäß durch.

Kanadier ohne Superstar John Tavares

Die Kanadier spielten ohne Superstar John Tavares und mit Gastspieler Marc-Andre Dorion von den Vienna Capitals. Im Team der Heimischen durfte er 19-jährige Benjamin Baumgartner als Center der ersten Linie mit Michael Raffl und Peter Schneider Erfahrung auf höchstem Niveau sammeln. Im Tor stand David Kickert, der sich immer wieder auszeichnen konnte, ehe er im Schlussdrittel für Bernhard Starkbaum Platz machte.

Kapitän Thomas Raffl und Co. gingen gleich zu Beginn mutig ans Werk, kamen zu einigen Torschüssen und auch zur größten Chance in der Anfangsphase. Hofer konnte Torhüter Matt Murray aber nicht bezwingen (6.). Nach einem Konter durften die rot-weiß-roten Fans wenig später doch jubeln. Verteidiger Patrick Peter traf die Stange, Rauchenwald setzte den Abpraller ins Netz (10.).

Letten erster WM-Gegner von Österreich

Sean Couturier, Teamkollege von Michael Raffl bei den Philadelphia Flyers, gelang der Ausgleich (15.), der jedoch nur zehn Sekunden hielt. Hofer fing einen Querpass ab, zog alleine auf Murray und ließ den zweifachen Stanley-Cup-Sieger diesmal perfekt aussteigen (15.). Im ersten Powerplay des Spiels stellte Kyle Turris aber neuerlich den Gleichstand her (16.).

Im Mitteldrittel legten die Kanadier einen höheren Gang ein. Doch auch die Österreicher zeigten einige gefällige Angriffe, einen schloss T. Raffl erfolgreich ab (26.). Nach Jonathan Marchessaults Tor zum 3:3 brachte Cijan sein Team ein letztes Mal in Führung (34.). Jared McCann (34.), Anthony Cirelli (38.) und Mark Stone (40.) drehten noch vor der zweiten Pause das Spiel.

Nach 60 Minuten folgte zu Testzwecken noch eine Overtime mit jeweils nur drei Feldspielern. Für die Österreicher geht es nun am Donnerstag nach Bratislava, wo am Samstag (16.15 Uhr) das erste WM-Spiel gegen Lettland auf dem Programm steht.

Die Stimmen zum Spiel

Roger Bader (Österreich-Teamchef): “Es war sicher ein schöner Eishockey-Abend, schade, dass es nicht ausverkauft war, es wurde etwas geboten. Mir hat meine Mannschaft sehr gut gefallen. Für die Moral ist das sicher sehr gut, eine Niederlage in dieser Größenordnung gibt sicher ein gutes Gefühl, wir dürfen sie aber nicht falsch einschätzen.”

Martin Schumnig (Österreich-Verteidiger): “Wir haben brav gekämpft und fahren mit einem guten Gefühl und Selbstvertrauen nach Bratislava.”

(APA/red)

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