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Eishockey: Capitals-Verteidiger Veideman brach sich bei Sieg gegen Graz 99ers den Arm

Sieg der Capitals gegen Graz am Freitag.
Sieg der Capitals gegen Graz am Freitag. ©sportpictures.org
Abwehrspieler Adrian Veideman hat sich am Freitagabend beim 4:1-Sieg seiner Vienna Capitals gegen die Graz 99ers in der Erste Bank Eishockey Liga einen Unterarmbruch zugezogen. Die Wiener siegten vor über 7.000 Zuschauern und schlossen in der Tabelle der Erste Bank Eishockey Liga nach Punkten zum Tabellenführer VSV (4:8 in Znojmo) auf.
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Der Kanadier, der kurz vor Spielende einen Schuss an den Arm bekam, fällt mehrere Wochen aus und ist im Heimspiel am Sonntag gegen Ljubljana der bereits fünfte verletzungsbedingte Ausfall in den Reihen der Wiener.

Sonst war es ein hochverdienter Sieg der Wiener. Die Grazer kamen im ersten Drittel (0:3) überhaupt nicht ins Spiel. “Wir haben in den ersten 20 Minuten das Match verloren. Wir haben dumme Strafen genommen, sie haben 3:0 geführt und gegen so eine Mannschaft ist es dann schwer durchzukommen”, erklärte Spieler Vanek rückblickend.

Von sich selbst erwartet der 28-jährige Steirer auch mehr. “Ich muss mehr schießen. Ich bin zweimal vor dem Tor gestanden, wollte schießen und habe gepasst. Da ist noch Sommereishockey dabei. Das ist die Spielpraxis, deshalb haben wir drüben auch sieben, acht Vorbereitungsspiele”, so Vanek weiters.

Graz99ers zeigen sich selbstkritisch

Auch Co-Trainer Herbert Hohenberger, der anstelle des erkrankten Cheftrainers Mario Richer an der Bande das Sagen hatte, hofft auf eine Steigerung von Vanek und der ganzen Mannschaft. “Er macht sich derzeit das Leben selber schwer, weil er sehr kompliziert spielt. Er will das perfekte Spiel haben, aber das geht bei uns nicht und das geht in der NHL nicht. An dem muss er momentan arbeiten, dass er einfacher spielt. Er will das Zuckerl mehr haben, aber das geht nicht. Er weiß es eh”, analysierte Hohenberger.

Zudem habe Vanek die besondere Aufmerksamkeit seiner Gegenspieler. “Er ist der große Star bei uns. Alle spielen intensiver auf ihn, wer will einem Vanek nicht die Scheibe wegnehmen? So einen Spieler kann man sich nur in der Mannschaft wünschen, er muss aber effektiver werden”, erklärte Hohenberger, der das gesamte Team gefordert sieht. “Wenn die vierte Linie die beste Linie ist, sagt das alles. Wir haben teilweise wie eine U17 gespielt. Wir müssen schauen, dass wir wieder auf richtige Bahn kommen.”

Das hofft auch sein Stürmerstar. “Es ist natürlich frustrierend, dass wir nicht die Punkte haben. Deswegen bin ich da. Wir müssen gut trainieren und am Sonntag (gegen Dornbirn) zwei Punkte holen”, betonte Vanek, der sich in Graz auf dem Eis vor allem mit Sturmpartner Latendresse und auch abseits gut eingelebt hat. Seine Familie (Frau Ashley und seine drei Söhne) fehlen ihm aber sehr. “Ab und zu treffe ich ein paar Freunde oder spiele Golf. Aber es ist schwer, wenn Frau und Kinder nicht da sind. Die Unterstützung ist wichtig”, sagte er.

Vanek hat bis 4. November Vertrag in Graz und fliegt dann zurück. Wie es danach weiter geht, ist offen. Im Arbeitsstreit der NHL ist kein Ende des “lockout” in Sicht, Vanek sieht die Liga in der Verantwortung. “Von der Medienseite haben sie es schlau gemacht mit dem Angebot 50:50, aber da steckt noch viel dahinter. Wir haben drei gute Angebote gemacht, sie sind nach fünf Minuten aufgestanden und gegangen. Für uns Spieler sind das keine Verhandlungen”, sagte der Stürmer, der sich mittels Konferenzschaltungen der Spielergewerkschaft auf dem Laufenden hält.

Es geht weiter für Vienna Capitals

An der Tabellenspitze wird das Fernduell zwischen den punktegleichen Teams aus Wien und Villach fortgesetzt. Die Capitals haben den Tabellenvorletzten Olimpija Ljubljana zu Gast, der VSV empfängt Meister Black Wings Linz.

Die Oberösterreicher reisen nach einem 5:3-Auswärtssieg (5:0-Führung nach zwei Dritteln) in Salzburg mit viel Selbstvertrauen an.

(APA)

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